Spreewaldkonserve Golßen: Aus für Spreewaldgurken – das wird aus den Arbeitsplätzen

Aus für Spreewaldgurken in Golßen: Die Spreewaldkonserve Golßen GmbH stellt die Produktion ein. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind.
Archivfoto: Patrick Pleul/dpa- Spreewaldkonserve Golßen GmbH stellt Produktion von Spreewaldgurken ein.
- 220 Arbeitsplätze betroffen, Produktion wird nach Schöneiche verlagert.
- Gründe: Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, gestiegene Kosten.
- Golßen bleibt logistische Abwicklung von Spreewaldhof.
- Lösungen für betroffene Mitarbeiter werden erarbeitet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Produktion der berühmten Spreewaldgurke in Golßen (Dahme-Spreewald) wird eingestellt. Das bestätigte eine Sprecherin der Spreewaldkonserve GmbH.
Der Spreewaldhof in Golßen stellt seit fast 80 Jahren Obst-, Gemüse- und Gurkenkonserven her. Seit 2021 gehört er zur französischen ANDROS Gruppe. In Ostdeutschland ist der Spreewaldhof mit dem Gurkensortiment nach eigenen Angaben Nummer eins, bundesweit die Nummer drei im Markt. Warum geht diese Erfolgsgeschichte jetzt zu Ende?
Die Spreewaldkonserve Golßen GmbH will die Produktion auf den benachbarten Standort Schöneiche (gehört zu Sellendorf, Gemeinde Steinreich, Dahme-Spreewald) konzentrieren und den Standort Golßen nur noch für die logistische Abwicklung nutzen. Demnach verbleiben in Golßen noch das Lager und die Abfertigung der Lkw. Gurken und andere Konserven würden dann nur noch im benachbarten Schöneiche hergestellt.
Spreewaldhof macht seit mehreren Jahren Verluste
Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit negativen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg sowie gestiegene Energie- und Rohstoffkosten. Außerdem sei die Marktentwicklung rückläufig. Um die Produktionskapazitäten auf die Marktbedürfnisse auszurichten, sei eine Anpassung der Produktionsstrukturen notwendig, so das Unternehmen.

Das Gewerbegebiet Golßen mit dem Spreewaldhof. Die Spreewaldkonserve Golßen GmbH stellt künftig keine Spreewaldgurken mehr her.
Michael HelbigAb 2026 sollen die Standorte "spezialisiert" werden: Schöneiche übernehme die Produktion, Golßen ausschließlich die logistische Abwicklung. Von der Umstellung seien 220 Arbeitsplätze betroffen.
220 Arbeitsplätze sind von der Umstrukturierung betroffen
„Wegen der schwierigen Marktbedingungen müssen wir das Geschäft strategisch neu ausrichten. Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen“, so Geschäftsführer Till Alvermann. „Leider ist dies jedoch die einzige Möglichkeit, die Zukunft der Spreewaldkonserve zu sichern.“

Spreewälder Gurkentag im August 2024 in Golßen: Angelique vom Spreewaldhof Golßen richtet einen Verkaufsstand ein. Beim Gurkentag, in der Selbstbeschreibung ein «Fest des regionalen Geschmacks», verkaufen Produzenten aus Brandenburg, die meisten aus der Spreewaldregion, regionale Produkte.
Frank Hammerschmidt/dpaGemeinsam mit den Sozialpartnern will das Unternehmen in den nächsten Wochen Lösungen erarbeiten, um den Übergang für die betroffenen Mitarbeiter sozialverträglich zu gestalten.


