Flüchtlinge in Lübben
: Neue Unterkunft – das ist der Stand

In Lübben wird demnächst eine neue Unterkunft für Flüchtlinge in Betrieb genommen. Und so sieht die aktuelle Situation zur Aufnahme von Geflüchteten in Dahme-Spreewald aus.
Von
Harriet Stürmer
Lübben
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Lärmschutzwand mit Holzverkleidung an der Parkstraße in Lübben. Hier entsteht die neue Flüchtlingsunterkunft.

Lärmschutzwand mit Holzverkleidung an der Parkstraße in Lübben. Hier wurde der Galgen mit rassistischer Aufschrift angebracht.

Lärmschutzwand mit Holzverkleidung an der Parkstraße in Lübben: Hier entsteht die neue Flüchtlingsunterkunft. (Archivbild)

Daniel Preikschat

Der Bau der neuen Flüchtlingsunterkunft in Lübben liegt offenbar in den letzten Zügen. Die bauliche Fertigstellung der Gemeinschaftsunterkunft wird wie zuletzt geplant im dritten Quartal 2024 erfolgen, wie der zuständige Landkreis Dahme-Spreewald jetzt erneut mitteilte; sprich zwischen Juli und September. Im Anschluss an die Bauarbeiten werde die Fertigstellung für einen Bezug durch den Betreiber erfolgen, kündigt Kreissprecherin Kathrin Veh zugleich an.

Bei dem Neubau an der Parkstraße in Lübben – die entlang der Bahngleise der RE2-Strecke von Cottbus nach Berlin verläuft – handelt es sich um zwei eingeschossige Wohnbauten in Modulbauweise. Betreiber wird das Diakonische Werk Elbe-Elster; der Verein betreibt in Lübben bereits die bestehende Unterkunft in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße mit 83 Plätzen. Zudem gibt es in der Stadt noch einen Wohnungsverbund für zehn Personen.

Tag der offenen Tür in der Flüchtlingsunterkunft Lübben geplant

Zur Inbetriebnahme der neuen Gemeinschaftsunterkunft plant die Kreisverwaltung einen Tag der offenen Tür. Dabei sollen Bürger Einblick in das neue Heim bekommen. Die Pläne für den Neubau waren im Frühjahr 2023 bekannt geworden; damals war man allerdings noch von einer deutlich kürzeren Bauzeit ausgegangen.

Inzwischen geht der Landkreis von einer Inbetriebnahme der Gemeinschaftsunterkunft Anfang Oktober 2024 aus. Die Einrichtung in der Parkstraße wird voraussichtlich bis zu 100 Plätze zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern und geflüchteten Menschen verfügen. Insgesamt sind 50 Zimmer geplant.

Spreewald

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Zuletzt waren in Dahme-Spreewald mehrere neue Flüchtlingsunterkünfte entstanden. Aktuell plant der Landkreis mit Blick auf die Entwicklung der Flüchtlingszahlen keine weiteren Einrichtungen für Geflüchtete, wie Landrat Sven Herzberger (parteilos) jüngst berichtete. „Mit insgesamt 22 Einrichtungen im Landkreis ist eine faire Verteilung der Geflüchteten im gesamten Landkreis gegeben“, sagte Herzberger im Mai.

Im vergangenen Jahr waren zwei neue Unterkünfte in Betrieb genommen worden: die Gemeinschaftsunterkunft Kolberg mit 64 Plätzen und die Gemeinschaftsunterkunft Hostel Mittenwalde, die Platz für bis zu 156 Personen bietet. Zuletzt war auch der neue Standort in Pätz (Gemeinde Bestensee) zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern und geflüchteten Menschen in Betrieb genommen worden. Dort sind die ersten Bewohner inzwischen eingezogen. Die Einrichtung wird von der DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg gGmbH betrieben und bietet 163 Plätze.

Aufnahmesoll in Dahme-Spreewald liegt bei 1212 Personen

Für das laufende Jahr 2024 hatte das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg dem Landkreis Dahme-Spreewald ein Aufnahmesoll von 1212 Personen mitgeteilt. Die Unterbringung ist eine sogenannte Pflichtaufgabe und dem Landkreis zur Erfüllung nach Weisung vorgegeben. Die Zuweisung von Geflüchteten erfolgt über die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) des Landes in Eisenhüttenstadt.

Im Mai 2024 hat der Landkreis 128 Personen aufgenommen (Stichtag: 31. Mai 2024). Insgesamt sind somit 341 Personen seit Januar in Dahme-Spreewald untergebracht worden. Insgesamt müssen in Dahme-Spreewald aktuell um die 2500 Plätze für Flüchtlinge bereitgestellt werden. Lübbens Anteil daran liegt bei 7,6 Prozent, was 189 bis 193 Plätzen entspricht.

Indes bittet Landrat Sven Herzberger darum, sich bei Fragen zu den Einrichtungen im Landkreis direkt an die Kreisverwaltung zu wenden.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung

Für Fragen und Informationen steht Antje Jahn, Beauftragte für Migration und Integration, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Kontakt per Telefon 03546 200 oder per E-Mail an: migration@dahme-spreewald.de