Seit Montag, 6. April, ist im Landkreis Dahme-Spreewald ein dritter Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu beklagen. Ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen erlag dem Virus in der Spreewaldklinik. Landrat Stephan Loge (SPD) sagte: „Ich bin tief erschüttert und spreche den Angehörigen mein Beileid aus.“

122 Fälle in Dahme-Spreewald, 71 in Teltow-Fläming

Der Anstieg der mit dem Coronavirus infizierten Dahme-Spreewälder und Teltow-Fläminger bleibt indessen überschaubar. Damit setzt sich die Tendenz der vergangenen Tage fort. Die Kreisverwaltung LDS meldet aktuell 122 Fälle und damit fünf mehr als am Sonntag. In Teltow-Fläming kletterte die Zahl zwar über die 70er Marke. Es gab aber im Vergleich im Vergleich zu Sonntag nur vier Erkrankte mehr. Dort ist bisher niemand an den Folgen der Erkrankung verstorben.

Den aktuellen Zahlen zufolge gibt es nun auch in der Stadt Luckau eine erkrankte Person, ebenso in Bestensee. Das geht aus der tagesaktuellen Statistik des Landkreises hervor. Die meisten Infektionen in Dahme-Spreewald werden nach Königs Wusterhausen (aktuell 39) in Lübben (derzeit 15) gezählt. Im Amt Lieberose/Oberspreewald gibt es aktuell drei positiv auf das Virus getestete Menschen. In Dahme blieb die Zahl bei zwei.

Hohe Zahl von Quarantänen und Corona-Verdachtsfällen

Weiterhin dreistellig ist die Zahl der Quarantänen (306) und Verdachtsfällen (196). In Teltow-Fläming sind es 89 Quarantänen, 144 Menschen warten auf ihr Testergebnis.

An der Spitze des Krisenstabs in Dahme-Spreewald werden sich künftig Carsten Saß (CDU) als Gesundheitsdezernent und bisheriger Leiter mit der stellvertretenden Landrätin Susanne Rieckhof (SPD) wochenweise abwechseln. Ziel sei es, personelle Ressourcen zu sparen, heißt es in einer Pressemitteilung, zumal die Stabsarbeit nun in die fünfte Woche gehe.

Abstand halten – auch auf dem Wasser

Im Übrigen weist der Landkreis erneut auf die Eindämmungsverordnung hin. Radeln und Paddeln, Rudern und Biken sei erlaubt, aber nicht in der Gruppe. Auch auf dem Wasser als öffentlichem Raum sei das Abstandsgebot einzuhalten.

Der Landkreis Teltow-Fläming weist darauf ebenfalls hin und ergänzt um einige Bitten mit Blick auf Ostern: Rechtzeitiges Einkaufen, dabei Abstand halten und die Hygieneregeln beachten. Er bittet zudem darum, nur zu kaufen, was man braucht – damit auch Berufstätige abends noch genügend Angebote vorfinden.