Im Supermarkt an der Postbautenstraße in Lübben gehen die Umbauarbeiten gut voran. Dabei ist über den zugehörigen Bebauungsplan noch nicht abschließend entschieden worden. Im Bauausschuss gab es kritische Nachfragen der Fraktion Pro Lübben und es Lübbener Einzelhändlers Jens Karras. Demnach gibt es Abweichungen bei den Verkaufsflächen, auf denen zentrenrelevante Sortimente am Standort Postbautenstraße angeboten werden dürfen. Zwar sei schriftlich festgelegt, dass diese nur maximal zehn Prozent der Fläche ausmachen dürfen, aber beim Blick in den Plan und die Erläuterung werde offensichtlich, dass bei Bekleidung, Haushaltwaren und Unterhaltungselektronik dieser Wert deutlich überschritten werde, so Karras. Außerdem sollte auch keine Apotheke im Marktkauf eingerichtet werden, nun ziehe doch eine ein, stellt Frank Selbitz fest.

Status quo wird im neuen Bebauungsplan fortgeführt

Im Hauptausschuss bemüht sich René Gutsche von der Stadtplanung um eine Erklärung. Demnach haben die im Bebauungsplan angegebenen Flächen die gleiche Größe wie vor dem Umbau. „Wir führen also den Status quo im neuen Markt weiter“, so Gutsche. Die Apotheke sei im Gegensatz zur Post im Marktkauf zulässig. Nach Informationen der Stadt soll die Brückenapotheke umziehen. Für den Lübbener Osten würde die sogar zu einer besseren Versorgung führen, da sich dort im Moment keine Apotheke befindet, so Sachbearbeiter. Ihm sei unverständlich, warum jetzt Veränderungswünsche kommen. Der Plan habe Anfang 2019 ausgelegen und der Abwägungsbeschluss sei bereits von den Stadtverordneten beschlossen worden. Die Baugenehmigung sei daraufhin erteilt worden.
Letztlich stimmten die Mitglieder des Hauptausschusses zur Weiterleitung in die Stadtverordnetenversammlung. Diese entscheidet am Donnerstag, 22. Januar, ab 17.30 Uhr endgültig über die Vorlage.