Die beiden Großbrände in Brandenburger Wälder machen den Löschkräften weiterhin zu schaffen. Neben der Lieberoser Heide, wo seit Montag rund 100 Hektar Wald brennen, gibt es eine weitere Großlage bei Wiesenau an der Oder. Dort stehen rund 130 Hektar Wald in Flammen.

Das wird zur logistischen Herausforderung für die Feuerwehren. Die begrenzten Ressourcen müssen aufgeteilt werden. So wurde am Morgen der größere der beiden Löschhubschrauber der Bundespolizei nach Wiesenau abgezogen. Ersatz kündigte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Morgen bei einer Pressekonferenz in Lieberose an. Der dritte Hubschrauber der Bundespolizei sei angefordert und solle gegen Mittag eintreffen. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, bestätigte, dass der „Super Puma“ aus Hamburg nach Lieberose aufgebrochen sei.

Wind facht Glutnester wieder an

Aus der Luft konnten sich Schröter und Romann zuvor einen Überblick der Einsatzlage verschaffen. Bei beiden Waldbränden sei es gelungen, ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Im Fall Wiesenau ist das wichtig, da am Rand des Brandgebietes eine Milchviehanlage, bewohnte Ortschaften und die Bahnlinie zwischen Cottbus und Frankfurt (oder) liegen. Auf dieser ist der Zugverkehr weiterhin unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen verkehrt nur unregelmäßig.

„Beim Abdrehen konnten wir sehen, dass der Wind die Glutnester wieder angefacht hat“, berichtet Schröter von seinem Rundflug. Für die Einsatzkräfte am Boden bedeutet das zusätzliche Arbeit. Man habe an einigen Stellen die Kräfte verstärken müssen, heißt es von der Einsatzleitung in Lieberose. Die Lage sei aber im Griff.

330 Einsatzkräfte in der Lieberoser Heide

Rund 330 Kräfte mit etwa 50 Fahrzeugen sind derzeit in der Lieberose Heide aktiv, 75 davon vom THW. Die am Mittwoch angerückten Unterstützungskräfte aus OSL werden am Mittag durch Feuerwehren aus dem Landkreis MOL ersetzt. Die Hauptlast tragen weiterhin die Einsatzkräfte aus LDS und SPN. Man habe vorerst darauf verzichtet, zusätzliche Unterstützung aus Nord-Brandenburg anzufordern, hieß es vor Ort. Die Einsatzbedingungen sind nach wie vor schwierig.

Hubschrauber werden je nach Lage eingesetzt

Ob der Bundespolizeihubschrauber aus Hamburg nach Lieberose oder Wiesenau fliegt, werde ja nach Lage entschieden, so Schröter. „Da herrscht große Solidarität unter den Einatzkräften“, betonte der Innenminister. Reichen drei Hubschrauber aus. „Angesichts der derzeitigen Lage ja“, sagt Schröter.

Brand in der Lieberoser Heide Waldbrand: Langsames Löschen im Sand

Lieberose/Byhlen

Frankfurt (Oder)

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Lübben/Wiesenau