Vogelgrippe im Landkreis Bautzen: Toter Kranich bei Lohsa gefunden

In Lohsa wurde ein toter Kranich wie dieser geborgen, bei dem das hoch ansteckende Vogelgrippe-Virus jetzt amtlich bestätigt ist. Es ist der erste offizielle Fall der Geflügelpest im Landkreis Bautzen. Der Landkreis hat Schutzmaßnahmen empfohlen. (Symbolbild)
Heiko Rebsch/dpa- Erster Fall der Vogelgrippe im Landkreis Bautzen bei totem Kranich in Lohsa bestätigt.
- Geflügelhalter sollen Wildvogelkontakt vermeiden und Tiere in geschlossenen Ställen halten.
- Geflügelausstellungen nur mit tierärztlicher Untersuchung und negativem PCR-Test erlaubt.
- Erkrankungssymptome bei Tieren sofort Tierarzt melden, Totfunde von Wildvögeln melden.
- Kontakt für Totfundmeldungen: lueva@lra-bautzen.de oder telefonisch unter 03591/5251 39112.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die hoch ansteckende Geflügelpest breitet sich in Deutschland immer weiter aus – und ist jetzt erstmals auch im Landkreis Bautzen angekommen. Am 26. Oktober wurde in Lohsa ein toter Kranich geborgen, bei dem das gefährliche Virus jetzt amtlich festgestellt wurde. Das teilt die Kreisverwaltung Bautzen am Montag (10. November) mit.
Bis dato wurden weitere Funde auf dem Gebiet des Landkreises zwar noch nicht gemeldet, doch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Bautzen (Lüva) mahnt Geflügelhalter zu besonderer Vorsicht. Das Amt empfiehlt Schutzmaßnahmen für die Biosicherheit auch in Kleinstbetrieben, um das Einschleppen des hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAIV) in Haus- oder Nutzgeflügelbestände zu verhindern.
Diese Empfehlungen gibt Landkreis Bautzen Geflügelhaltern
Dazu gehöre zum Beispiel, jeglichen Kontakt zwischen gehaltenen Vögeln und Wildvögeln zu vermeiden. Die Fütterung und Tränkung der Haustiere darf nur in geschützten Bereichen erfolgen. Vor dem Betreten der Ställe sollten das Schuhwerk sowie Gerätschaften desinfiziert oder gewechselt werden.
„Auch wenn sie derzeit nicht verpflichtend angeordnet ist, wird die Unterbringung der Tiere in geschlossenen Ställen ausdrücklich empfohlen“, heißt es in der Mitteilung.
Das trifft Tierhalter oft hart. Das Lüva benennt dazu eine bedenkenswerte Alternative: „Zu geschlossenen Ställen bietet sich als Alternative der Bau einer Voliere an, die nach oben ein flüssigkeitsdichtes Dach besitzt, das seitlich und nach vorne übersteht. Die Vorder- und Seitenfronten sind in diesem Fall durch Netze oder Geflügeldraht mit einer maximalen Maschenweite von 2,5 cm abzuschirmen.
Geflügelausstellungen im Landkreis Bautzen mit Regeln
Die im Herbst vermehrt stattfindenden Geflügelausstellungen werden ab sofort im Landkreis Bautzen reglementiert. So muss für die Schauen eine tierärztliche Untersuchung stattfinden. Ausgestelltes Wassergeflügel muss über einen negativen Untersuchungsnachweis (PCR) nach § 7 Abs. 2 Satz 1 Geflügelpestverordnung verfügen. Eine sogenannte Sentinelbescheinigung wird nicht anerkannt.
Vogelgrippe im Landkreis Bautzen
Bei Anzeichen einer Erkrankung der Tiere – etwa Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche oder Atemnot – sollten Halter umgehend einen Tierarzt kontaktieren.
Meldungen zu Totfunden von Wildvögeln, insbesondere Wassergeflügel, nimmt das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt per E-Mail an lueva@lra-bautzen.de entgegen (am besten mit Foto und anhängenden Koordinaten).
Eine telefonische Meldung ist möglich unter 03591/5251 39112 und 03591/5251 39001.

