In den vergangenen Tagen sind mehrere Skulpturen in der Hoyerswerdaer Altstadt beschmiert worden. Nachdem zunächst das Kunstwerk „Lesernder Junge“ im Jürgen-von-Woyski-Park in der Friedrichsstraße mit einer rosafarbenen Flüssigkeit übergossen worden ist, hat es anschließend „Den Trompeter“ vor dem Schloss Hoyerswerda getroffen. „Diese aktuelle Beschädigung ist kein Kavaliersdelikt, das wird richtig teuer, da die Patina der Skulptur aufgrund der verwendeten Farbe direkt beschädigt ist“, teilt das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda auf seinem Facebook-Account mit.
Ebenfalls betroffen ist die Skulptur „Glückliche Stadt“ von Jürgen von Woyski. Sie steht ebenfalls in dem Park, der Woyskis Namen trägt. Das Werk, das viele Personen zeigt, ist mit einem hellgrünen Logo überzogen worden. Im Woyski-Park stehen die Kunstwerke, die im Rahmen des zweiten Bildhauersymposiums in Hoyerswerda im Jahr 1977 entstanden sind.

Hoyerswerda: Skulpturen werden oft beschmiert

Für die Stadtverwaltung Hoyerswerda sind diese Schmierereien laut Pressesprecher Bernd Wiemer keine Seltenheit: „Generell sind die Skulpturen im gesamten Stadtgebiet häufig Ziel von Schmierereien. Besonders auffällig ist dies im Skulpturenpark an der Einsteinstraße und in den letzten Tagen auch im Woyski-Park in der Friedrichsstraße.“ Am Woyski-Park habe die Stadtverwaltung erst Ende Mai 2020 Farbverschmutzungen für etwa 700 Euro entfernen lassen. Bereits Anfang Juni seien weitere Schmierereien festgestellt worden.
Inzwischen ist auch die Skulptur „Familienglück“ von Elmira Gussejnowa im Woyski-Park beschmiert worden. Darauf zu sehen: zwei Kreise und eine Sichel, die ein lachendes Gesicht darstellen sollen. Auch diese Reinigung wird vermutlich wieder aus der Stadtkasse bezahlt werden müssen. „Für die Beseitigung kann man im Durchschnitt mit ca. 200 Euro pro Skulptur, abhängig von der Größe und dem Grad der Verschmutzung, rechnen“, betont Stadtsprecher Bernd Wiemer.

Eine regelmäßige Kontrolle ist kaum leistbar

Für das Rathaus ist es schwierig, Täter direkt vor Ort dingfest zu machen: „Da sich die Standorte der Skulpturen im gesamten Gebiet der Stadt Hoyerswerda befinden, ist eine umfassende regelmäßige Kontrolle kaum leistbar. Daher sind wir auf entsprechende Hinweise von Bürgern angewiesen“, sagt Bernd Wiemer.