Tote bei Laußnitz
: Vater spricht über unfassbaren Verlust – Spendenaktion gestartet

Nach illegalen Techno-Partys liegt eine junge Frau leblos im Wald. Ein Jugendlicher soll sie getötet haben. Die Ermittler bitten bei der Aufklärung um Hilfe - und die Familie der Getöteten um Spenden.
Von
dpa
Dresden
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Getötete Frau in Sachsen gefunden

In einem Waldstück bei Laußnitz in Ostsachsen haben Polizeibeamte die Leiche einer 21-Jährigen gefunden. Es besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts, ein 16-Jähriger wurde festgenommen, wie Staatsanwaltschaft Dresden und Polizei Görlitz mitteilten.

Robert Michael/dpa
  • Eine 21-jährige Frau wurde tot im Wald bei Laußnitz gefunden; ein 16-Jähriger festgenommen.
  • Verdacht auf Tötungsdelikt; Ermittlungen laufen.
  • Spendenaktion für Emmas Beerdigung gestartet; sie soll in Magdeburg beigesetzt werden.
  • Vater: Der mutmaßliche Täter war Emmas Freund.
  • Polizei sucht weitere Zeugen; Hinweise werden ausgewertet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Zeugenaufruf im Fall der im Wald bei Laußnitz getöteten 21-Jährigen haben sich schon einige Personen gemeldet. „Es gingen bisher fünf Hinweise ein, die jetzt ausgewertet werden“, sagte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft. Die Ermittler hoffen auf weitere Resonanz und Erkenntnisse, die zur Aufklärung führen.

Polizisten fanden die junge Frau nach einem Hinweis vor rund einer Woche am frühen Sonntagmorgen (18. Mai) tot in der Laußnitzer Heide, nachdem sie in der Nähe zwei illegale Techno-Partys nach Anwohnerbeschwerden aufgelöst hatten.

Für die 21-Jährige, die in Dresden lebte, kam jede Hilfe zu spät. Nach Erkenntnis der Rechtsmediziner verblutete sie aufgrund von Stichverletzungen. Unweit vom Fundort, der auch der Tatort war, nahmen die Beamten einen 16-Jährigen fest. Ein Richter ordnete dessen einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Zum Tatgeschehen, Motiv und Hintergründen sowie der Identität des Jugendlichen und der Getöteten, die sich kannten, geben die Behörden derzeit keine nähere Auskunft.

Emma (21) stammte aus Magdeburg und lebte in Dresden

„Wir sind schockiert über die schreckliche Tat“, sagte der Vater des getöteten Mädchens der Deutschen Presse-Agentur. Er sammele auf der Plattform „Gofundme“ Spenden für „die letzte Reise unserer Tochter und für die Familie“. Dazu gehören drei Halbgeschwister - ein kleines Mädchen und zwei kleine Jungen - die sie „über alles liebte“.

Die junge Frau - sie hieß Emma - soll im Familiengrab in Magdeburg beigesetzt werden, „sie selbst hat das so bestimmt“, betonte ihr Vater. Als zwei Familienangehörige kurz hintereinander gestorben seien, hätten sie viel über den Tod gesprochen. „Diese schwere Zeit war erst kürzlich überstanden.“ Das zum Spendenaufruf gestellte Bild zeigt eine junge Frau auf einer Wiese liegend, mit langen blonden Locken.

Vater: Mutmaßlicher Täter war Emmas Freund

Nach Angaben ihres Vaters wurde Emma in Magdeburg geboren, zog nach der Trennung ihrer Eltern aber mit der Mutter vor zehn Jahren nach Dresden, wo sie bis zuletzt lebte. „Ich hatte ein enges Verhältnis zu ihr“, berichtete ihr Vater. Er habe gewusst, dass seine Tochter schon mehrfach auf Partys in diesem Wald war. Er kenne auch den 16-Jährigen, der Emma getötet haben soll. „Das war seit Kurzem ihr neuer Freund.“