Techno-Partys in Laußnitzer Heide: Regelmäßig Ärger mit illegalen Feiern im Wald

Die Laußnitzer Heide zwischen Laußnitz und Ottendorf-Okrilla wird im Frühjahr und Sommer meist an den Wochenenden zum Party-Ort. Am Sonntag (18. Mai) wurde dort, nachdem die Polizei zwei Techno-Partys im Wald aufgelöst hatte, eine Leiche gefunden.
Robert Michael/dpa- Regelmäßig finden illegale Techno-Partys in der Laußnitzer Heide statt.
- Am 18. Mai löste die Polizei zwei Partys mit insgesamt 200 Teilnehmern auf und fand eine Leiche.
- Eine 21-jährige Frau wurde getötet, ein Jugendlicher festgenommen.
- Die Polizei untersucht einen Zusammenhang zwischen den Partys und dem Mord.
- Anwohner beklagen sich über Lärm, häufige Polizeieinsätze.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Laußnitzer Heide gibt es nach Polizeiangaben regelmäßig Ärger mit Techno-Partys. In dem Wald nordöstlich von Dresden, wo am vergangenen Sonntag (18. Mai) eine junge Frau getötet wurde, feiern seit Jahren regelmäßig junge Leute nachts mit lauter Musik. Am vergangenen Sonntagmorgen lösten Polizisten dort zwei solcher Veranstaltungen mit insgesamt 200 jungen Menschen auf - nicht weit entfernt entdeckten sie danach die Leiche einer 21-Jährigen.
Nach dem Tod der jungen Frau, die Stichverletzungen hatte, nahmen Polizisten in der Nähe einen tatverdächtigen Jugendlichen fest. Die Mordkommission ermittelt wegen Totschlags - und prüft auch einen Zusammenhang zu den Partys.
Eine Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion Görlitz sagte, die Laußnitzer Heide zwischen Laußnitz und Ottendorf-Okrilla werde im Frühjahr und Sommer meist an den Wochenenden zum Party-Ort. Bisher sei das nur ein Ärgernis für Bewohner angrenzender Siedlungen gewesen.
Die Veranstaltungen seien grundsätzlich nicht angemeldet, erst durch Hinweise oder Anzeigen von Anwohnern würden sie bekannt. Wegen der Vegetation und der Geländetopografie seien die Treffen mitunter nur schwer zu finden. „Von vornherein zu verhindern sind derartige Techno-Partys nicht“, sagte die Polizeisprecherin.
Feierende kommen motorisiert und meist aus Umgebung
Nach Erkenntnissen des Kamenzer Polizeireviers reisen die Feiernden zu den Wald-Partys mit dem Auto und vor allem aus Dresden und umliegenden Landkreisen an. Die Spanne reiche von einer Handvoll Personen bis zu Hunderten, die Ausstattung der Events von „sehr spartanisch“, mit kleiner Musikanlage bis zu mobilen Profi-Sets. Immer wieder beschwerten sich Anwohner wegen Ruhestörung, eine Einsatzstatistik dazu gebe es nicht.
Die Lärmquelle zu lokalisieren, das sei vor allem bei Dunkelheit in den großen Waldgebieten schwierig, sagte die Polizeisprecherin. Gelinge es, würden die Verursacher aufgefordert, die Lautstärke zu drosseln. Beamte lösten aber auch Veranstaltungen auf, erteilten Platzverweise und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

