Für OB-Kandidat Marco Gbureck (43, AfD) sind die schönsten Orte in der Umgebung immer dort, wo er sich am wohlsten fühlt. „Das ist die Heimat, also ganz Hoyerswerda“, sagt er. Erholung finde er vor allem am Haussee der Stadt. Für Selfies posiert er hier am liebsten vorm Gedenkstein vom Dorf Scheibe.
Auch Hoyerswerdas Ortsteile hätten ihre Reize. Von der Energiefabrik in Knappenrode über die Krabatmühle in Schwarzkollm bis zum See in Bröthen gibt es aus seiner Sicht einige Orte, an denen er seine Seele baumeln lassen kann.

Erste Anblick von Hoyerswerda rückt die Stadt in ein falsches Licht

Doch Hoyerswerda hat auch Schattenseiten. Was andere „schlimme Ecken“ nennen, bezeichnet er aber eher als „Baustelle“, die es zu bereinigen gilt. Ganz oben auf Hoyerswerdas Prioritätenliste siedelt er die Einfahrt über die Umgehungsstraße direkt in die Straße D vom Industriegelände an. „Die Gegend dort erinnert eher an einen schlechten Film wie ‚Mad Max’“, sagt er.
Seit 2016 vermietet Marco Gbureck Ferienwohnungen an Urlauber, unter anderem aus Tschechien, Polen, Österreich und der Schweiz. Immer wieder höre er von ihnen, dass der erste Anblick Hoyerswerdas die Stadt in ein falsches Licht rückt. „Dabei wollen wir doch das Tor zum Lausitzer Seenland sein“, sagt er.
Auch die Rad- und Gehwege könne man keinem Touristen mehr zumuten - und schon gar nicht Hoyerswerdas Einwohnern. „Die Straßen müssen ausgebaut werden, hier vor allem die Erich-Weinert-Straße“, sagt er. Viele Wege erinnern noch an den Platten-Style der ehemaligen DDR. Auch die Beschilderung könnte besser sein, „sowohl deutsch als auch sorbisch“.

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