Die Sachsen haben wieder über Abzocker, Service-Nieten und Blender abgestimmt und einen Sieger gekürt. Wie die Verbraucherzentrale Hoyerswerda berichtet, hat das Rennen diesmal mit 363 von 3173 Stimmen die Marke PŸUR der Telecolumbus AG gemacht. Die Verbraucherzentrale  kennt aus ihrer Beratungspraxis viele Sorgen. Einmal hält der High-Speed-Internet-Anschluss nicht, was er verspricht. Ein anderes Mal kommen Rechnungen, die eigentlich zu einem anderen Vertrag gehören. Viele PŸUR-Kunden berichten von einem Ohnmachtsgefühl, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Probleme mit dem Anbieter selbst zu lösen. Das Unternehmen stehe auch bei der Nachfrage in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale seit Jahren im oberen Bereich. Weil auch intransparente und unklare Preisangaben zum Geschäftsmodell von PŸUR zählen, wird die Verbraucherzentrale Sachsen das Unternehmen zusätzlich mit einer Abmahnung überraschen. Gegenstand werden Preisdarstellung und Geschäftsbedingungen auf der Internetpräsenz des Unternehmens sein. Wortwörtlich ausweglos sei die Situation für all jene Mieter, die keine alternativen Anbieter für Internet, Telefonie oder Fernsehen wählen können, weil der Vermieter einen Vertrag mit PŸUR abgeschlossen hat. Aber selbst wenn ein Wechsel in Frage kommt, deuten die Plätze zwei und drei eine Schieflage am Markt an. Mit 141 Stimmen landet auf Platz zwei die Vodafone GmbH, auf Platz drei mit 109 Stimmen die Deutsche Telekom GmbH.