Lausitzer Seenland
: Jetzt am Geierswalder See und Partwitzer See – neue Notrufsäulen

An den Stränden der Region wird die Sicherheit erhöht. Neu sind mehrere Anlaufpunkte für Notfälle. Wo sich diese genau befinden und wie sie funktionieren.
Von
Torsten Richter-Zippack
Geierswalde, Partwitz
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Am Geierswalder See steht jetzt eine von mehreren Notruf-Säulen im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes.

Am Geierswalder See steht jetzt eine von mehreren Notruf-Säulen im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes.

Torsten Richter-Zippack

Was wollen die meisten Gäste im Lausitzer Seenland im Hochsommer? Natürlich in den neuen Seen baden oder Wassersport betreiben. Das ist im sächsischen Teil unter anderem bereits am Geierswalder und am Partwitzer See möglich. Gepflegte Strände mit verschiedenen Services laden dort ein.

Doch das Baden ist nicht ganz ungefährlich. Mancher unterschätzt die Größe der Wasserfläche oder aber die eigenen schwimmerischen Fähigkeiten. Oder aber gibt es akute gesundheitliche Probleme. Für solche Fälle sind der Geierswalder See und der Partwitzer See seit kurzem entsprechend gerüstet. Denn nunmehr gibt es an oder in unmittelbarer Nähe der Strände neue Notrufsäulen. Die in Rot und Weiß gehaltenen Exemplare werden von der Björn-Steiger-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Was die Notruf-Säulen mit den Kilometer-Säulen zu tun haben

Die Säulen ergänzen nach Angaben des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) das erst kürzlich verdichtete Kilometrierungssystem entlang der Seerundwege. Dort finden Radfahrer und weitere Passanten im Abstand von jeweils 500 Metern kleine Säulen, welche die genaue Position sowie die entsprechenden Koordinaten angeben. Dadurch werden bei Notfällen Rettungseinsätze erleichtert.

Der Zweckverband LSS war bereits in das Projekt „Rescue Fly“ eingebunden. Dabei geht es um automatisierte Drohnen, welche die Arbeit von Einsatzkräften in der Wasserrettung erleichtern sollen. Das Vorhaben wurde von der Björn-Steiger-Stiftung koordiniert. Der Seenland-Zweckverband hatte in diesem Rahmen die Standorte in Abstimmung mit Bergbausanierer LMBV und der Gemeinde Elsterheide zur Verfügung gestellt. Nicht zuletzt zeichnet sich der Zweckverband LSS für das Setzen der Fundamente für die Notrufsäulen zuständig, sagt LSS-Projektmanager Christian Kade.

Die lebensrettenden Säulen sind am Geierswalder See und am Partwitzer See an insgesamt sieben Standorten zu finden. Diese befinden sich nach Angaben von Christian Kade am Geierswalder Leuchtturm, am Badestrand, auf dem Koschendamm, am Barbarakanal, in der Partwitzer Badebucht, am sogenannten Dorfstrand von Klein Partwitz sowie am Nordufer des Partwitzer Sees.

Auch am Partwitzer See sorgen jetzt Notruf-Säulen der Björn-Steiger-Stiftung für Sicherheit an den Stränden.

Auch am Partwitzer See sorgen jetzt Notruf-Säulen der Björn-Steiger-Stiftung für Sicherheit an den Stränden.

Torsten Richter-Zippack

Wie die lebensrettenden Säulen zu benutzen sind

Aber wie sind die Säulen im Notfall zu nutzen? Wird ein Notruf abgesetzt, erfolgt mittels Leuchtsignals die Angabe der genauen Position. Dies helfe alarmierten Rettungskräften, schnell zum Notfallort zu finden, heißt es bei der Björn-Steiger-Stiftung. Darüber hinaus sei in jeder Säule ein Defibrillator zur Wiederbelebung vorhanden, den auch Laien bedienen können. Außerdem sei die Notrufsäule in den Abend- und Nachtstunden beleuchtet. Über das LTE-Netz sei die Funkanbindung garantiert. Die Säulen werden mit Sonnenenergie betrieben. Die Bedienung sei einfach gehalten und erfolge via Knopfdruck.

Im Brandenburger Teil des Seenlandes gibt es Notrufsäulen am Rostigen Nagel, am Senftenberger See (Buchwalde, Niemtsch und Südsee) sowie am Bergheider See. Eine weitere existiert an der Talsperre Spremberg.