Jubiläen im Raum Hoyerswerda: 650 Jahre Lauta, 40 Jahre Lausitzhalle – was 2024 noch ansteht
Anno 2014 gab es im Lausitzer Seenland alles andere als ein normales Osterfest. Denn an jenem Wochenende wurde eines der bekanntesten Wahrzeichen der Landschaft im Wandel eröffnet. Natürlich ist der Leuchtturm-Komplex am Geierswalder See gemeint. Wo zuvor Ulfs Imbiss seine Heimstätte hatte und sich nichts weiter Spektakuläres befand, verwirklichte die Hoyerswerdaer Familie Struthoff ihr Lebenswerk.
Inzwischen gilt die dort ansässige Gastronomie und Hotellerie als eine der Top-Adressen in der Region. Wer etwas auf sich hält, kehrt mit seinen Gästen im Leuchtturm ein. Selbiger misst übrigens eine Höhe von 18,5 Metern und gibt in der Dunkelheit entsprechende Signale, so wie seine großen Brüder an den Küsten.
Ulfs Imbiss ist längst „Ulfs Scheune - Die kleine Kneipe“ geworden und befindet sich nur ein paar hundert Meter vom einstigen Standort entfernt direkt am Ortseingang Geierswalde aus Richtung Leuchtturm.
Welche weiteren Jubiläen am Geierswalder See anstehen
Darüber hinaus jähren sich am Geierswalder See weitere Höhepunkte. Vor 20 Jahren wurde die bergmännische Sanierung im Großen und Ganzen abgeschlossen. Kleinere Arbeiten haben seitdem stattgefunden. Jüngstes Beispiel ist die Sanierung und Sicherung des Badestrandes, die erst im Mai 2023 vollendet wurde.
Im Oktober werden es mittlerweile fünf Jahre, seitdem der Barbarakanal nach dem Koschener Kanal als zweite schiffbare Verbindung im Lausitzer Seenland offiziell freigegeben wurde. Die 1150 Meter lange Wasserstraße verbindet den Geierswalder See mit dem Partwitzer See. Selbst Fahrgastschiffe dürften ihn passieren. Allerdings gibt es derzeit weder ein Fahrgastschiff, welches das könnte, noch einen entsprechenden Anleger im Partwitzer See.
Seit zehn Jahren gesperrt – der Knappensee
Bereits am vergangenen Neujahrstag hat sich die Eingemeindung von Knappenrode nach Hoyerswerda zum 30. Mal gejährt. Der in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Knappensee wurde vor nunmehr bereits zehn Jahren Zweck der Komplettsanierung gesperrt. Wann genau er freigegeben wird, ist auch anno 2024 noch nicht wirklich bekannt. 110 Jahre sind ins Land gegangen, seitdem die Grube Werminghoff, der heutige Knappensee, zwecks des Abbaus von Braunkohle aufgeschlossen wurde.
Vor nunmehr 50 Jahren wurde der sogenannte ZDF-Brunnen an der Kreuzung der Bundesstraßen 96 und 97 in Hoyerswerda geschaffen. Er ist bis heute in der warmen Jahreszeit in Betrieb.
Lausitzhalle wird 40 Jahre alt
Vor 40 Jahren, konkret am 30. April 1984, wurde das Haus der Berg- und Energiearbeiter eröffnet. Der Baustart war bereits anno 1977 erfolgt. Im Zuge der politischen Wende wurde die Einrichtung in Lausitzhalle umbenannt. Diese wartet jetzt auf ihre Sanierung.
Schon vor 70 Jahren begann der Aufbau des Industriegebietes Hoyerswerda auf der bis heute zu Zeißig gehörenden Gemarkung. Laut der Chronik galt es als „Häuserfabrik“ für die zügig wachsende Stadt aufgrund des annähernden zeitgleichen Aufbaus des Kombinates Schwarze Pumpe.
Bis vor 110 Jahren gehörte Neustadt zum Kirchspiel Schleife, seitdem zum Kirchspiel Spreewitz. Den 95. Gründungstag ihrer Freiwilligen Feuerwehr können in diesem Jahr die Kameraden aus Zerre feiern.
Gemeinde Lohsa wird 30 Jahre, der Herbstmarkt 20 Jahre
Vor 30 Jahren entstand die heutige Gemeinde Lohsa. Damals vereinigten sich die Gemeinden Lohsa, Weißkollm, Hermsdorf (Spree), Steinitz, Litschen sowie Bärwalde. Letzterer Ort schied bereits 1998 aus und wechselte in die Nachbargemeinde Boxberg. Vor 20 Jahren wurde der Lohsaer Herbstmarkt ins Leben gerufen.
Vor 50 Jahren musste das Wittichenauer Krankenhaus schließen. Grund war der Neubau des größeren Krankenhauses in Hoyerswerda. Seitdem werden die Räumlichkeiten als Senioren- und Pflegeheim genutzt. Seit nunmehr 30 Jahren steht das Marktkreuz auf dem Wittichenauer Marktplatz. Als Künstler fungierte Manfred Vollmert aus Seidewinkel.
Vor 70 Jahren begann der Bau des Wasserwerks in Bernsdorf. Ebenfalls 1954 wurde das Waldbad als Naherholungsgebiet ausgebaut. Im Jahr 1874, vor genau anderthalb Jahrhunderten, ging die Bahnlinie von Kamenz über Straßgräbchen/Bernsdorf, Senftenberg und Calau nach Lübbenau in Betrieb. Der südliche Streckenabschnitt wird heute nur über den Sommer von der Seenlandbahn für den Personenverkehr befahren.
Wann in Lauta die 650 Jahre gefeiert werden sollen
Die 650-Jahr-Feier steht anno 2024 in Lauta ins Haus. Denn im Jahr 1374 erfolgte die urkundliche Ersterwähnung des heutigen Lauta-Dorfs im Zinsregister des Klosters St. Marienstern. Das Fest steht unter dem Motto „Heimat im Wandel“. Gefeiert werden soll Mitte Mai am Pfingstwochenende.
Immerhin 100 Jahre ist es her, dass in Lauta-Stadt die evangelische und katholische Kirche gebaut wurden. Seit 90 Jahren darf Lauta offiziell die Laurentius-Glocke im Wappen führen. Vor 25 Jahren begann die Sanierung der Gartenstadt Lauta-Nord. Am 4. November werden genau 20 Jahre ins Land gegangen sein, dass die Müllverbrennungsanlage auf dem Standort des Lautawerkes ihren Betrieb aufgenommen hatte.
Vor 100 Jahren erster Ortsabbruch in der Lausitz
Auch ein trauriges Jubiläum steht anno 2024 ins Haus. Denn genau 100 Jahre sind ins Land gegangen, als die erste Siedlung dem fortschreitenden Braunkohlenbergbau geopfert werden musste. Konkret handelte es sich um den Ort Neu-Laubusch, welcher in der Grube Erika (später Tagebau Laubusch) verschwand. 125 Menschen mussten umgesiedelt werden. Übrigens folgte in den Jahren 1940/1941 auch der Abbruch des alten Dorfes Laubusch, ebenfalls für die Grube Erika. Davon waren 250 Einwohner betroffen.








