Garten im Winter: Rasen, Pflanzen, Werkzeug – so machen Sie alles winterfest

Blumenzwiebeln sollte man vor dem ersten Frost versetzen.
Christin Klose/dpaDer Herbst zeigt sich auch in der Elsterheide: Immer mehr Bäume werfen ihre Blätter ab, bunte Blumen verwelken und Obst und Gemüse wächst auch keines mehr im Beet. Trotzdem ist für Gartenbesitzer noch nicht an Winterschlaf zu denken. Gerade vor dem Winter sind noch letzte Dinge zu erledigen, damit auch im nächsten Jahr die Natur wieder voll erblühen kann.
Ein bisschen Vorbereitung auf den Winter freut nämlich nicht nur das Beet, sondern auch die Natur sowie viele Tiere und Insekten. Rudi Schulze ist Vorsitzender des Kleingartenvereins Wiesengrund in Hoyerswerda. Er besitzt seinen Kleingarten seit mehr als vierzig Jahren und verrät, welche Arbeiten noch vor dem Winter notwendig sind.
Über Laubhaufen freuen sich Igel und Insekten
Laub und Zweige sind gerade jetzt für kleine Gartenbewohner wichtig, die ihr Winternest vorbereiten, wie zum Beispiel für Igel, Schmetterlingslarven, Glühwürmchen, Marienkäfer, Molche und Falter. Das Laub sollte man jedoch nicht einfach auf dem Rasen liegen lassen, rät Rudi Schulze, sonst könnte das Gras darunter im Laufe des Winters vermodern. Stattdessen ist es besser, die Blätter zu einem Laubhaufen zusammenzukehren und damit Wildtieren ein zu Hause zu bieten.
Auch die Beete sollten auf den Winter vorbereitet werden: „Man sollte nicht alles wegräumen auf den Beeten, sondern auch etwas liegen lassen“, sagt Rudi Schulze. Zwar ist es gut, kranke und absterbende Pflanzenreste und Unkraut zu entfernen, aber auch ein paar Pflanzen bis zum Frühjahr stehenzulassen, damit Insekten Unterschlupf finden. Den Rasen kann man im Herbst noch ein letztes Mal mähen, jedoch nicht zu tief, sonst verliert der Boden seinen Frostschutz.

Laub sollte am besten in einer ruhigen Ecke im Garten angehäuft werden. Es bietet vielen Insekten und Tieren Unterschlupf.
Jonas Walzberg/dpaVor dem ersten Frost: Diese Pflanzen sollte man sichern
Manche Pflanzen und Gehölze wie Magnolien, Kamelien, Hortensien, Hibiskus und Schmetterlingsflieder, aber auch Lavendel oder Rosmarin benötigen einen Winterschutz: Über diese sollte man am besten Laub und Äste legen, sie in den Wintergarten oder das Gewächshaus stellen. Wenn das nicht möglich ist, gibt es auch speziellen Frostschutzvlies, das man über die Pflanze oder das Beet legt. Auch empfindliche Knollen wie Blumenzwiebeln sollte man ausgraben und an einem frostsicheren Ort zwischenlagern. Rosen kann man durch Anhäufen von Erde rund um den Wurzelstock schützen.
Wer im nächsten Frühling so früh wie möglich Blumen im Garten haben will, kann jetzt auch schon Frühblüher aussäen. Dazu gehören Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge, Märzenbecher, Blaustern, wilde Tulpen oder auch Traubenhyazinthen. Durch den immer wärmeren Frühling, verursacht durch die Klimakrise, sind solche Blumen für Hummelköniginnen und zeitige Wildbienen eine wichtige Futterquelle
Auch Garten-Werkzeug winterfest machen
Nicht vergessen sollte man als Gärtner außerdem, das Equipment winterfest zu machen. So gilt es, Regentonnen und Wasserleitungen zu leeren und das Wasser abzustellen, ansonsten könnte das Eis die Leitungen oder Tonnen beschädigen. Gartengeräte sollte man vor dem Winter sauber machen, also „von Schmutz befreien und einölen, sodass sie den Winter überstehen“.
Wer noch keine Zeit hatte, sich um seinen Garten zu kümmern, muss sich jedoch nicht sorgen. Wichtig ist nur, den Wetterbericht im Auge zu behalten. Schule rät: „Wenn der Wetterbericht sagt, es ist Frost zu erwarten, spätestens dann sollte man die frostempfindlichen Pflanzen sichern.“


