„Hinter dem Abgrund – Leben in der Lausitz“ ist der Titel einer vierteiligen Dokumentation, die ab 29. September im MDR und in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Die dokumentarische Serie wurde ergänzend zur neuen Krimi-Reihe „Lauchhammer – Tod in der Lausitz“ produziert. Sie soll die echte Region und den Kontext zeigen, vor dem die fiktionale Krimihandlung spielt: eine Region im Wandel. Und was macht dieser stete Umbruch mit den Menschen in der Kohleregion?
Hier finden Sie die wichtigen Infos zur neuen Doku-Serie sowie zur exklusiven öffentlichen Preview und den Sendeterminen im MDR.
  • Die vierteilige Serie begleitet zehn Menschen aus der Lausitz über mehrere Monate. Sie kommen aus Hoyerswerda und Weißwasser, Mühlrose, Kromlau und anderen Lausitzer Orten.
  • Die individuellen Geschichten dieser Menschen zeichnen ein Abbild von einer Gesellschaft und einer Region, die mit tiefgreifenden Umbrüchen und Wandlungsprozessen in der DDR, seit der Wende und jetzt im Zuge des Kohleausstiegs umgehen muss.

Architektin, Eisverkäufer und Blütenkönigin kommen zu Wort

In der Dokumentation begegnet man zum Beispiel der Architektin Dorit Baumeister, die in Hoyerswerda den Rückbau jener Plattenbauten betreute, die ihr Vater einst bauen ließ. Und dem Eisverkäufer Ulrich Gbureck, der im ersten Leben „Kraftwerker“ in der „Schwarzen Pumpe“ war und im zweiten den ersten Sexshop der Region eröffnete, um dann im dritten die „Leckstation“, seine Eisdiele zu eröffnen.
Es gibt eine Begegnung mit der Blütenkönigin Tonie Jahnke, die in ihrer Freizeit im Internet Videos von verlassenen Orten der Lausitz postet und die Cheerleader des Eishockey-Teams in Weißwasser trainiert. Die Zuschauer lernen den Unternehmer kennen, der einen Steinwurf vom abgewickelten Kohlekraftwerk entfernt, die ersten Start-ups aus der Autoindustrie ansiedeln konnte, und die Sorbin, deren Haus der Kohle weichen musste und die sich gerade den Traum von einem amerikanischen Farmhaus erfüllt hat – und die Tracht der Vorfahren nie wieder anziehen will.

Lauchhammer

„Hinter dem Abgrund“ zeigt, was die politischen Entscheidungen und die Kohle-Milliarden aus den Bundeskassen mit den Menschen vor Ort macht. Gelingt es ihnen, für die Region eine Perspektive für die Zeit nach dem Kohleausstieg zu schaffen?

Öffentliche Preview und Diskussion in der Energiefabrik

  • Zur Doku-Serie „Hinter dem Abgrund – Leben in der Lausitz“ veranstaltet die Filmproduktionsfirma Hoferichter & Jacobs gemeinsam mit dem MDR und der Bundeszentrale für politische Bildung am Montag, 26. September, von 19 bis 21 Uhr eine exklusive Preview im Industriemuseum Energiefabrik in Knappenrode bei Hoyerswerda (Werminghoffstraße 20).
  • Dort erfolgt eine exklusive Voraufführung einer 45-minütigen Folge der Doku-Serie.
  • Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit dem Autor und Regisseur Lutz Pehnert, der Leiterin der Energiefabrik Maria Schöne, dem Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh sowie mit Mitwirkenden aus dem Film statt. Thema werden aktuelle Fragen zum Kohleausstieg und der Zukunft der Lausitz sein sowie welche Ideen und Bedenken die Menschen vor Ort dazu haben.
  • Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zur Preview und Gesprächsrunde herzlich eingeladen.

Wann läuft die Doku-Serie im TV und in der Mediathek?

  • Das sind die Sendetermine im MDR: Folge 1 und 2 - Donnerstag, 29. September, 20.15 Uhr und 21 Uhr sowie am 30. September um 0.20 Uhr und 1.05 Uhr;
    Folge 3 und 4 – Sonntag, 2. Oktober, 20.15 Uhr und 21 Uhr
  • ARD-Mediathek: Folge 1-4 abrufbar ab 28. September (für 365 Tage)