Demo in Hoyerswerda: Hunderte gehen nach Bauernprotest auf die Straße

Zwischen 400 und 600 Menschen nahmen diesmal am Montagsspaziergang in Hoyerswerda teil.
Henry GbureckIm Anschluss an die stundenlangen Proteste von Bauern und Handwerkern an den Autobahnauffahrten zur A4, hatten Montagabend (8. Januar 2024) danach auch zwei nicht angemeldete Montagsspaziergänge in Hoyerswerda und Bernsdorf überdurchschnittlich viel Zulauf. So versammelten sich auf dem Lausitzer Platz in Hoyerswerda ab 18 Uhr mehrere Hundert Menschen, die gegen die Politik der Bundesregierung demonstrierten.
Nach Angaben der Polizei habe es sich um etwa 400 bis 500 Teilnehmer gehandelt, die mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen von der Hoyerswerdaer Neustadt in die Altstadt und zurück zum Lausitzer Platz marschierten. In der Menge wurden ebenfalls Fahnen der als rechtsextremistisch eingestuften Gruppierung Freie Sachsen geschwenkt. Aus den Reihen der Demonstrierenden selbst wurde eine höhere Teilnehmerzahl als von der Polizei benannt – mit etwa 600 bis 800 Spaziergängern.
Der Demo schlossen sich zudem fünf Traktoren und ein Transporter an. An der Kreuzung Dillinger Straße / Frentzelstraße wurde ein zehnminütiger Stopp eingelegt und Parolen wie „Die Ampel muss weg!“ skandiert.
Stiller Montagsspaziergang in Bernsdorf
In der Kleinstadt Bernsdorf hatte die dort seit 2022 regelmäßig stattfindende Montagsdemo ebenfalls größeren Zulauf als sonst. Zirka 30 bis 40 Personen spazierten im stillen Protest durch die Bernsdorfer Straßen. Sowohl die Hoyerswerdaer als auch die Bernsdorfer Versammlung waren zuvor nicht angemeldet worden. Beide wurden deshalb als Verstöße gegen das Versammlungsrecht angezeigt.

