Demo in Hoyerswerda
: Bürger zeigen in der Altstadt Gesicht gegen Ausgrenzung

Gesicht zeigen – erneut sind viele in Hoyerswerda dem Aufruf der Initiative Zivilcourage gefolgt und haben ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass gesetzt.
Von
Veikko Rößler
Hoyerswerda
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  • Nach einem knapp einstündigen Spaziergang durch die Altstadt gelangte der Zug zum Abschluss der Demo wieder auf den Markt in Hoyerswerda zurück.

    Nach einem knapp einstündigen Spaziergang durch die Altstadt gelangte der Zug zum Abschluss der Demo wieder auf den Markt in Hoyerswerda zurück.

    Veikko Rößler
  • Am Sonntag (10. März) versammelten sich in der Hoyerswerdaer Altstadt knapp 200 Menschen auf dem Markt , um gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Hass zu demonstrieren.

    Am Sonntag (10. März) versammelten sich in der Hoyerswerdaer Altstadt knapp 200 Menschen auf dem Markt , um gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Hass zu demonstrieren.

    Veikko Rößler
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Viele Hoyerswerdaer haben am Sonntag (10. März) in der Altstadt von Hoyerswerda wieder „Gesicht gezeigt“. Nach Polizeiangaben waren knapp 200 Bürger dem Aufruf der Initiative Zivilcourage gefolgt und haben erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass gesetzt.

Die Kundgebung knüpfte an die erfolgreiche Demonstration vom 28. Januar an, als mehr als 1000 Menschen in Hoyerswerda für ein friedliches und vielfältiges Miteinander auf die Straße gegangen waren.

Demo in Hoyerswerda auf dem Marktplatz

Die Aktion für Demokratie und Menschlichkeit startete um 15 Uhr auf dem Marktplatz. Zum Auftakt sprach Prof. Dr. Christian Stegmann im Angesicht der versammelten Bürger von einem guten Tag für Hoyerswerda, der Kraft gebe. „Wir brauchen die Demokratie zum Leben, aber derzeit braucht die Demokratie uns“, brachte er die Gefahr durch Populisten, Rechtsextremisten und Menschenfeinde auf den Punkt. Wie Stegemann berichteten weitere Bürger – aus Schulen, Betrieben, Gesundheits- und Kultureinrichtungen – über ihre persönlichen Erfahrungen mit rassistischem, frauen- und queerfeindlichem Gedankengut.

Standhaft gegen Rechtsextremismus

Nach einer Stunde mit Redebeiträgen und Musik zog die Demonstration von der Polizei begleitet vom Markt durch die Altstadt, um kurz vor 17 Uhr wieder auf dem Platz anzukommen. Dort ermutigte Jens-Uwe Röhl die Bürger, standhaft gegen Populisten und Rechtsextremisten zu bleiben.

Dabei bezog er sich auf die verunglimpfende Formulierung „Schlafschafe“, die gern von Querdenkern und Rechtsextremen eingesetzt würde. Es sei Realität, dass in diesem Land vieles besser gemacht werden müsste. „Aber auch wenn viele Schafe den Schäfer Scheiße finden, ist das noch lange kein Grund, einen Wolf als Nachfolger zu wählen!“

Kurz vor 17.15 Uhr wurde die Demonstration beendet. Nach Angaben der Polizei verlief sie störungsfrei.