Demo in Hoyerswerda: Bürger zeigen in der Altstadt Gesicht gegen Ausgrenzung
Viele Hoyerswerdaer haben am Sonntag (10. März) in der Altstadt von Hoyerswerda wieder „Gesicht gezeigt“. Nach Polizeiangaben waren knapp 200 Bürger dem Aufruf der Initiative Zivilcourage gefolgt und haben erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass gesetzt.
Die Kundgebung knüpfte an die erfolgreiche Demonstration vom 28. Januar an, als mehr als 1000 Menschen in Hoyerswerda für ein friedliches und vielfältiges Miteinander auf die Straße gegangen waren.
Demo in Hoyerswerda auf dem Marktplatz
Die Aktion für Demokratie und Menschlichkeit startete um 15 Uhr auf dem Marktplatz. Zum Auftakt sprach Prof. Dr. Christian Stegmann im Angesicht der versammelten Bürger von einem guten Tag für Hoyerswerda, der Kraft gebe. „Wir brauchen die Demokratie zum Leben, aber derzeit braucht die Demokratie uns“, brachte er die Gefahr durch Populisten, Rechtsextremisten und Menschenfeinde auf den Punkt. Wie Stegemann berichteten weitere Bürger – aus Schulen, Betrieben, Gesundheits- und Kultureinrichtungen – über ihre persönlichen Erfahrungen mit rassistischem, frauen- und queerfeindlichem Gedankengut.
Standhaft gegen Rechtsextremismus
Nach einer Stunde mit Redebeiträgen und Musik zog die Demonstration von der Polizei begleitet vom Markt durch die Altstadt, um kurz vor 17 Uhr wieder auf dem Platz anzukommen. Dort ermutigte Jens-Uwe Röhl die Bürger, standhaft gegen Populisten und Rechtsextremisten zu bleiben.
Dabei bezog er sich auf die verunglimpfende Formulierung „Schlafschafe“, die gern von Querdenkern und Rechtsextremen eingesetzt würde. Es sei Realität, dass in diesem Land vieles besser gemacht werden müsste. „Aber auch wenn viele Schafe den Schäfer Scheiße finden, ist das noch lange kein Grund, einen Wolf als Nachfolger zu wählen!“
Kurz vor 17.15 Uhr wurde die Demonstration beendet. Nach Angaben der Polizei verlief sie störungsfrei.


