Gut eine Woche vor Weihnachten geschieht das, was sich viele Menschen in der Oberlausitz erhofft haben: Die Corona-Situation entspannt sich weiter. Vorsicht geboten ist jedoch trotzdem – auch wenn die Inzidenzwerte Grund zum Durchschnaufen geben.
Im Kreis Bautzen ist die Corona-Inzidenz erstmals seit dem 19. November 2021 wieder unter den Wert von 1000 gesunken. Der aktuelle Wert liegt laut Robert-Koch-Institut bei 851,3 (15. Dezember 2021), rund 200 Punkte weniger als am Vortag. Allerdings: Weiterhin verzeichnet das Landratsamt Bautzen täglich noch mehrere hundert Neuinfektionen. Am Mittwoch (15. Dezember 2021) gehen 554 neue Fälle in die Statistik ein. Dagegen gelten 1201 Menschen wieder als genesen. Das führt dazu, dass auch die Anzahl der aktuell Infizierten deutlich nach unten geht – um mehr als 650 auf 7320.

Situation in Krankenhäusern entspannt sich etwas

Die Situation in den sächsischen Krankenhäusern wird nur langsam besser. Experten gehen davon aus, dass sich deutlich sinkende Patientenzahlen erst in ein bis zwei Wochen einstellen. Im Kreis Bautzen werden zurzeit 200 Corona-Patienten in Krankenhäusern betreut, 22 weniger als noch am Vortag. Es hat jedoch auch fünf weitere Todesfälle gegeben. Damit steigt die Zahl der im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Menschen im Landkreis Bautzen auf 1067.
Sachsenweit sind weiterhin sehr viele Personen mit einer Covid19-Infektion in Krankenhäusern. Laut sächsischer Staatsregierung müssen am Mittwoch (15. Dezember 2021) insgesamt 1907 Personen auf Normalstationen und 590 Menschen auf Intensivstationen betreut werden. Das sind insgesamt etwa 70 Patienten weniger als gestern.
Die sachsenweit höchste Inzidenz hat zurzeit der Vogtlandkreis mit 1385,4, gefolgt vom Kreis Meißen (1084,6) und dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1031,8. Zum Vergleich: Der Kreis Görlitz liegt bei 645,0. Den bundesweit höchsten Wert verzeichnet der Kreis Hildburghausen in Südthüringen mit 1690,2.