Corona im Kreis Bautzen
: Landkreis drohen härtere Corona-Regeln

Am Freitag wird der Freistaat Sachsen seine neue Corona-Schutzvorordnung vorstellen. Es könnte sein, dass danach die Regeln im Hotspot-Landkreis Bautzen verschärft werden.
Von
Sascha Klein
Hoyerswerda
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Vize-Landrat Udo Witschas und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben sich heute mit Vertretern der Kliniken im Landkreis Bautzen getroffen. Die Kliniken berichten von einer besorgniserregenden Situation auf den Stationen.

Landratsamt Bautzen

Dem Landkreis Bautzen drohen nach den Corona-Beratungen zwischen Bund und Bundesländern Verschärfungen der Corona-Regeln. Laut Angaben des Landratsamts wird der Freistaat Sachsen am Freitag eine neue Corona-Schutzverordnung vorstellen. Auf Gebiete mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 – wie den Kreis Bautzen mit mehr als 300 – könnten härtere Maßnahmen zukommen. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass die neuen Regeln ab Montag (30. November) in Kraft treten.

217 Neuinfektionen am Donnerstag im Kreis Bautzen

Derweil bleibt die Corona-Lage im Landkreis angespannt. Am Donnerstag hat die Kreisverwaltung 217 Neuinfektionen gemeldet. Weitere 241 Personen gelten als genesen. Damit gibt es zurzeit 2199 aktive Corona-Fälle. Stärker betroffen seien die Sozialeinrichtungen des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau und ein Pflegeheim in Schirgiswalde mit insgesamt 47 Neuinfektionen unter Personal und Bewohnern. Im AWO-Altenzentrum in Hoyerswerda gibt es derzeit fünf aktive Fälle. Für ein Haus gelte ein Besuchsstopp bis zum 29. November. Im betroffenen Pflegeheim in Lohsa konnten drei der fünf ins Krankenhaus verlegten Bewohner wieder zurückkehren. Fünf weiteren Bewohnern gehe es so schlecht, dass sie vermutlich in nächster Zeit versterben, so AWO-Sachsen-Sprecher Andreas Szabó.

Insgesamt 75 Menschen sind im Kreis Bautzen an Corona-Folgen gestorben

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist am Donnerstag deutlich gestiegen. Laut Landkreis-Angaben sind neun weitere Menschen im Alter von 70 bis 92 Jahren an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Insgesamt haben damit 75 Personen im Landkreis die Infektion nicht überlebt. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 375 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Damit bleibt der Landkreis Bautzen einer der am stärksten betroffenen in Deutschland.

In den Kliniken im Landkreis werden derzeit nach Meldung der Krankenhäuser 186 Corona-Patienten behandelt, laut der Klinikleitstelle Dresden/Ostsachsen 27 davon auf einer Intensivstation. Bautzens Vize-Landrat Udo Witschas (CDU) und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben sich am Donnerstag mit Vertretern der Kliniken im Landkreis getroffen. Die Kliniken berichten von einer besorgniserregenden Situation auf den Stationen, so die Kreisverwaltung. Nähere Angaben macht das Landratsamt nicht. Witschas dankte den Kliniken für ihre großartige Arbeit in diesen schwierigen Zeiten.

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