Brand in Lauta
: Familie verliert nach Blitzeinschlag ihr Zuhause

Nach einem verheerenden Blitzschlag ist in einem Wohnhaus in Lauta ein Brand ausgebrochen. Das Gebäude ist ein Totalschaden – doch jetzt rollt eine beispiellose Hilfswelle durch den Ort.
Von
Jan Augustin
Lauta
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Blitzschlag setzt Dachstuhl in Lauta in Brand.

Ein Blitzschlag hat den Dachstuhl eines Hauses in Lauta in Brand gesetzt. Jetzt ist eine Hilfswelle für die betroffene Familie angerollt.

Vivian Opitz / Blaulichtreport Lausitz
  • In Lauta setzte ein Blitz den Dachstuhl einer Doppelhaushälfte in Brand – Totalschaden.
  • Der Brand brach am 11. Juni 2026 um 14.50 Uhr aus, niemand wurde verletzt.
  • Rund 40 Kräfte löschten das Feuer nach etwa eineinhalb Stunden, Schaden rund 400.000 Euro.
  • Das Haus ist unbewohnbar, auch die unteren Etagen wurden durch Löschwasser stark beschädigt.
  • Freunde starteten auf Gofundme.com eine Spendenaktion: etwa 15.300 Euro sind eingegangen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die sächsische Kleinstadt Lauta im Landkreis Bautzen kommt in diesen Tagen einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus. Nur kurz vor dem schweren Verkehrsunfall in der Senftenberger Straße traf den Ortsteil Torno bereits eine andere, folgenschwere Naturkatastrophe.

Am Nachmittag des 11. Juni 2026 zog ein Gewitter über die Region – im ersten Moment nichts Ungewöhnliches. Doch für die Familie Peters wurde dieser Donnerstag zu einem Albtraum, der innerhalb von Sekunden ihr bisheriges Leben in Schutt und Asche legte.

Es passierte um 14.50 Uhr. Während Torsten Peters ganz normal zur Arbeit gefahren war, hatte seine Frau Annchen an diesem Tag frei. So beschreibt es Lars Schwarz, ein Freund der Familie, in einem Spendenaufruf auf der Online-Plattform GoFundMe.

Plötzlich der laute Knall, die Lichter im Haus flackerten kurz. Annchen Peters ahnte noch nichts Schlimmes, bis nur kurze Zeit später ein Nachbar an der Tür klopfte. Ein Blitz war direkt in den Dachstuhl der Doppelhaushälfte in der Bahnhofstraße eingeschlagen und hatte dort sofort ein verheerendes Feuer ausgelöst.

40 Einsatzkräfte bekämpfen Brand nach Blitzeinschlag

Während die alarmierten Nachbarn die Rettungskräfte riefen, blieb Annchen Peters kaum Zeit zu reagieren. Sie konnte nur noch schnell die wichtigsten Dokumente zusammenraffen und das Gebäude verlassen. Ihr Ehemann machte sich nach der Nachricht sofort auf den Heimweg. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, doch für das Ehepaar blieb am Ende nur die Rolle der fassungslosen Zuschauer: Sie mussten dabei zusehen, wie ihr eigenes Haus abbrannte.

Als die ersten Einsatzkräfte bei dem Wohnhaus eintrafen, schlugen bereits offene Flammen aus dem Dachstuhl. Die Brandbekämpfung gestaltete sich laut offiziellen Berichten äußerst schwierig, da es im Dachbereich immer wieder zu gefährlichen Aufflammungen kam und sich das Feuer zudem auf die angrenzende Haushälfte ausbreitete. Rund 40 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren – darunter die Berufsfeuerwehr Hoyerswerda mit einer Drehleiter sowie die Feuerwehr Bernsdorf mit weiteren Atemschutzgeräteträgern – kämpften gegen die Flammen. Erst nach etwa eineinhalb Stunden war der Brand gelöscht.

Der Sachschaden ist immens. Nach Angaben der Polizei beträgt die Schadenssumme rund 400.000 Euro. Der komplette Dachstuhl und das Dachgeschoss wurden vollständig zerstört. Doch damit nicht genug: Durch die enormen Mengen an Löschwasser blieben auch die unteren Etagen bis in den Keller nicht verschont; alles ist bis tief in die Wände durchnässt. Das Gebäude ist derzeit absolut unbewohnbar. Nur dem schnellen Eingreifen der Nachbarschaft ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

Spendenaktion für Familie Peters aus Lauta gestartet

Inmitten dieser Trümmer formiert sich nun jedoch eine Welle der Solidarität. Lars Schwarz, ein guter Freund der Familie, hat auf der Plattform Gofundme.com eine private Spendenaktion ins Leben gerufen, um den Betroffenen in der schweren Zeit unter die Arme zu greifen. Die Resonanz ist überwältigend: Aktuell (18. Juni) sind hier schon rund 15.300 Euro eingegangen.

Momentan wohnt das Ehepaar in einer möblierten Gästewohnung, deren Kosten von der Versicherung für genau 100 Tage übernommen werden. Doch das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Es ist allen klar: Ein komplettes Haus ist in knapp drei Monaten weder getrocknet, noch kernsaniert und neu eingerichtet“, betont Initiator Lars Schwarz in seinem Aufruf. Die gesammelten Spenden werden dringend für die Zeit danach benötigt – vorrangig für die Mietzahlungen der Gästewohnung nach Ablauf der 100 Tage, die Neuanschaffung von Möbeln und für die Dinge des täglichen Bedarfs, die unbrauchbar geworden sind.

Die Organisatoren versichern, dass alle Gelder direkt und vollständig an Familie Peters weitergeleitet werden. Wer den Betroffenen beim Neuanfang helfen möchte, findet die Kampagne auf Gofundme.com unter dem Namen des Initiators Lars Schwarz aus Lauta.