Bildung in Hoyerswerda: Wie Kinder mit Frida und Anton schlau werden

Jana Werner und Susann Stelle vom RAA Sachsen sowie Belinda Grellmann, Carolin Gropler vom Marketingverein Hoyerswerda und Marcus Beier von der AWO Lausitz (von links) haben für das Projekt zusammengearbeitet.
Julia Jannaschk- Das Projekt „ZUSAMMENSPIEL Frida & Anton“ stärkt frühzeitig Demokratie in Kitas.
- Ein Materialkoffer und ein spezielles Memo-Spiel unterstützen die Umsetzung.
- Eltern-Kind-Gruppen in Bautzen und Görlitz fördern Dialog und Vielfalt.
- 2024 endet das Projekt, aber Kitas können es eigenständig fortführen.
- Ein Memo-Spiel mit Lausitz-Themen begeistert die Kinder für ihre Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung sind Projekte zur Stärkung der Demokratie und des Miteinanders wichtiger denn je. Einen spielerischen Ansatz zur frühzeitigen Demokratieförderung versucht das Projekt „ZUSAMMENSPIEL Frida & Anton“, das vom RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.v. zusammen mit dem RAA Sachsen e.V. ins Leben gerufen wurde.
Zum Projekt gehört ein mehrjähriger Wandkalender, ein Materialkoffer, ein Elternbegleitheft und das neue „Dein Hoyerswerda Memo“, das die Kitas zur Verfügung gestellt bekommen. 2024 endet das vierjährige Modellprojekt ZUSAMMENSPIEL zwar, doch die Kitas sollen des mithilfe des Materialkoffers künftig auch eigenständig umsetzen können. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Elternbegleitern.
Kinder und Eltern sollen spielerisch Vielfalt erleben
Bei wöchentlichen Treffen von Eltern-Kind-Gruppen in Kitas der Landkreise Bautzen und Görlitz sollen Eltern miteinander ins Gespräch kommen, während ihre Kinder spielen. Anstoß dafür geben die Materialien im Koffer, die thematische und saisonale Schwerpunkte setzen. Heike Koch aus der Kita Nesthäkchen in Hoyerswerda, die ZUSAMMENSPIEL bereits getestet hat, sagt in einem Video: „Das ist eine Ebene, die es so sonst im Kindergarten nicht gibt.“
Die beiden Bausteine des Projekts sind Sprache und Demokratie: So sollen Erziehungskompetenzen und Mehrsprachigkeit gefördert, sowie die Bildungschancen von Kindern erhöht werden. Damit hofft man, eine weltoffene und respektvolle Grundeinstellung zu festigen. Ein Beispiel ist eine Geschichte über ein Ahornblatt, das im Herbst umher geweht wird: Nirgends findet es Freunde, weil es zu rot oder zu spitz für die anderen Blätter ist. Bis ein Mädchen das Blatt zu anderen bunten Blättern ihres Kunstwerkes klebt. Dort werden die Blätter Freunde. Durch die Geschichte lernen Kinder neue Wörter, beschäftigen sich aber auch mit Vielfalt und der Frage: Was unterscheidet Menschen? Und was vereint uns alle? Eine Frage, die auch an die Eltern gestellt ist.

In den Koffern sind verschiedene Spielstationen mit Materialien, wie Handpuppen, Pinzetten oder auch Lupen.
Julia JannaschkEin Spiel über und mit Hoyerswerda
Ein weiteres Highlight des Projekts ZUSAMMENSPIEL ist das Hoyerswerda-Memo, das in Zusammenarbeit mit dem Marketingverein Hoyerswerda entwickelt wurde. Die Karten sind mit Fotos der Lausitz bedruckt, die ebenfalls im Kalender zu finden sind: „Es ist wichtig, bereits die Kleinsten von der Region zu begeistern“, sagt Belinda Grellmann vom Marketingverein. So sieht man darauf die Sagenwelt der Lausitz in Form des Zaubermeisters Krabat, das Faultier im Zoo oder einen der vielen Seen der Region.
Insgesamt existieren drei Spielvarianten des Memos: Neben der klassischen Variante gibt es noch ein Soundquiz: Dabei muss man zu jedem Motiv ein passendes Geräusch der Kulisse finden. In der dritten Version begleiten Zuhörer Frida und Anton in kleinen Hör-Abenteuern durch die Stadt und müssen raten, wo sie sind. Kaufen können Interessierte das Spiel im SZ-Shop Lausitz-Center oder im Zoo–Shop.

