Die Zuganbindung von Falkenberg und Elbe-Elster an Berlin verbessert sich. Das geht aus dem Ausschreibungs-Verfahren für das „Netz Nord-Süd“ des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg hervor, das kürzlich mit der Vergabe der Leitungen an die DB Regio beendet wurde.
Bis die damit einhergehenden Änderungen im Angebot verwirklicht werden, dauert es aber noch mehrere Jahre: Erst nach Ablauf der aktuellen Verträge für die Strecken Ende 2026 wird sich das Angebot ändern.
Der Halbstundentakt aus RE3 und RE4, der mit der neuen Vergabe zwischen Jüterbog und Rathenow und Berlin eingeführt wird, gilt für den RE4 von Falkenberg über Herzberg nach Berlin zwar nicht. Aber statt wie bisher alle zwei Stunden werden künftig stündlich Züge auf dieser Linie nach Berlin und Rathenow fahren. Und die Anbindung von Elbe-Elster an Berlin wird auch schneller: 15 Minuten Fahrzeit werden dort künftig eingespart.

Pendeln mit dem Zug wird echte Option

Der Falkenberger Stadtverordnete Tilo Koch (CDU) sieht in diesen Änderungen eine signifikante Verbesserung für die Infrastruktur in Elbe-Elster: „Eigentlich wird es damit zum ersten Mal wirklich realistisch möglich, aus der Region mit dem Zug nach Berlin zu pendeln.“ Zu den Verbesserungen für Bahnreisende zwischen Elbe-Elster und der Hauptstadt, die mit der neuen Ausschreibungsperiode umgesetzt werden sollen, gehören auch mehr Fahrradstellplätze in den Zügen. Statt bisher 30 Stellplätzen wird es künftig 75 geben. Dafür werden auf der Linie fünfteilige Doppelstock-Züge mit 500 Sitzplätzen eingesetzt werden, auch die Zahl der Sitze wird damit etwas erhöht. Koch sieht gerade in den zusätzlichen Fahrrad-Plätzen eine wichtige Verbesserung nicht nur für Pendler, sondern auch für Touristen aus Berlin, die mit dem Rad die Region erkunden wollen.
Während es nun jedoch noch mehrere Jahre dauert, bis die Erweiterung des Angebots auf den bestehenden Strecken Realität wird, gibt es für ein Projekt zum Ausbau der baulichen Bahn-Infrastruktur für Falkenberg weiter gar keinen konkreten Zeitraum: Die Wiederherstellung des in den 1950-er Jahren abmontierten zweiten Gleises der Strecke nach Jüterbog wird in Falkenberg zwar schon lange gefordert und wurde auch im Brandenburger Koalitionsvertrag erwähnt, ist der Verwirklichung bisher aber nicht entscheidend näher gekommen.