Am 5. Oktober 2021 wurde er am Falkenberger Bahnhof eingeweiht – der Gedenkstein für Opfer von Kriegsflucht, Gewalt und Vertreibung. Rainer Pisk aus Kölsa hatte die öffentliche Diskussion über das Thema Vertreibung vor einigen Jahren in der Stadt angeschoben. Unterstützung erhielt er vom Vorsitzenden des Eisenbahnmuseum-Vereins Heinz Welisch, von der Vorsitzenden des Falkenberger Kultur- und Tourismusvereins Monika Mietsch sowie von Friedhelm Deckert aus Falkenberg.

Falkenberg

Jetzt steht der Gedenkstein nicht mehr da. Unbekannte haben ihn am Wochenende vom Sockel gestoßen. Der Sandstein ist in viele Stücke zerbrochen. „Das hat mich mächtig schockiert. Wer macht so etwas?“, so Rainer Pisk.
Auch Monika Mietsch fragt sich, wen dieser Gedenkstein gestört haben könnte. „Das war pure Zerstörungswut. Da muss jemand brachiale Gewalt angewandt haben, denn der Stein ist schwer“, sagt sie.

Anzeige bei der Polizei erstattet

Mittlerweile wurde bei der Polizei Anzeige erstattet, so Monika Mietsch. „Unsere Initiativgruppe hatte sich sehr bemüht und für den Gedenkstein Spenden gesammelt. Zur Einweihung haben wir auch eine Ausstellung zum Thema Vertreibung nach Falkenberg geholt. Nicht mal ein Jahr hat der Stein gehalten“, ist sie bitter enttäuscht. Jetzt müsse man sehen, ob er vielleicht irgendwie noch repariert werden kann. Wenn nicht, werden wir wohl erneut um Spenden bitten, sagt sie. Die Erinnerungsstätte solle jedenfalls aufrechterhalten werden.