Bekanntes Problem: Uebigauer sammeln Unterschriften gegen Verkehrslärm

So würden sich die Anwohner der Ueigauer Innenstadt das wünschen: wenig Verkehr, der sich durch die schmale Trasse zwischen den Häusern quetscht. Doch die Realität sieht oft anders aus.
Sylvia KunzeElke Richter und Thomas Gabriel sind die Initiatoren einer Unterschriftensammlung, die aktuell in der Stadt Uebigau läuft. Mit dieser soll auf das Thema des Verkehrslärms im historischen Stadtkern aufmerksam gemacht werden, um bestenfalls Veränderungen herbeizuführen. Die Sammlung sei vor einigen Tagen gestartet worden und soll in etwa bis Ende des Monats dauern. Danach, so Thomas Gabriel auf RUNDSCHAU–Nachfrage, wolle man sie an die ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt, Dittgard Hapich, übergeben und das Gespräch mit den Verantwortungsträgern der Stadt suchen.
Lärm–Problem ist schon seit Jahren offenkundig in Uebigau
Das Problem ist schon seit Jahren offenkundig. Hauptsächlich die Anwohner der Torgauer Straße und der Doberluger Straße im historischen Stadtzentrum, dort, wo es aufgrund der Bebauung eng wird, beklagen schon seit Jahren einen „unerträglichen Verkehrslärm. Die Lärmgrenzen nach der 16. BlmSchV werden durch den in den letzten Jahren immer stärker gewordenen Kraftfahrzeugverkehr weit überschritten. Zudem werden die oftmals weniger als ein Meter am Fahrbahnrand stehenden Häuser bei jedem Lkw erschüttert, so dass bereits an vielen Fassaden Risse zu sehen sind“, beschreibt Thomas Gabriel.
Das Problem habe sich noch verschärft, seit der Lkw–Verkehr der B 101 wegen der Baumaßnahmen in Herzberg über Langennaundorf – Uebigau – Falkenberg umgeleitet werde. „Leider halten sich die wenigsten Lkw an die Hinweisschilder, wonach sie statt durch das Stadtzentrum den Weg über das Gewerbegebiet nehmen sollen“, hat Gabriel beobachtet. Des Weiteren halte sich fast niemand an das vorgeschriebene Tempolimit von 30 km/h, und durch das historische Kopfsteinpflaster entstehe dann eine „ohrenbetäubende Geräuschkulisse“.
Ziel ist eine Einwohnerantrag
Die Initiatoren sammeln die Unterschriften für einen Einwohnerantrag mit dem Ziel, dass die Stadtverordnetenversammlung in der Uebigauer Innenstadt ein Lkw–Durchfahrtsverbot sowie eine Tempo–30–Zone verhängen, um eine Beruhigung des innerstädtischen Verkehrs zu erreichen.