Theaterball in Falkenberg
: Letzte Komödie in bekannter Form – was danach kommt

Mit „Hallo Nachbar – Wenn der Mieter zweimal klingelt“ wird es den letzten Theaterball in dieser Form in Falkenberg geben. Was die Besucher erwartet, wo es Karten für die Komödie gibt und was auf die Veranstaltungsreihe folgen soll.
Von
Rico Meißner
Falkenberg
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Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung, neben musikalischen, tänzerischen und komödiantischen Elementen, ist stets auch ein regionaler Bezug zu Stadt und Region.

Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung, neben musikalischen, tänzerischen und komödiantischen Elementen, ist stets auch ein regionaler Bezug zu Stadt und Region.

Stefan Werner
  • Letzter Theaterball in Falkenberg mit der Komödie „Hallo Nachbar – Wenn der Mieter zweimal klingelt“.
  • Aufführungen am 11., 12. April um 19.30 Uhr, 13. April um 15 Uhr im Haus des Gastes.
  • Eintrittskarten ab 15. März im Vereinshaus „Mäusestübchen“, Preis: 30 € (Fr/Sa), 25 € (So).
  • Einnahmen fließen in den Ausbau einer zweiten Tanzfläche für die „Falkenberger Tanzmäuse“.
  • Die Zukunft des Theaterballs bleibt offen, neue Konzepte sind in Planung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Neben dem klassischen jährlichen „Weihnachtsmärchen“ ist es einer der großen kulturellen Höhepunkte, den die „Falkenberger Tanzmäuse e.V.“  zum kulturellen Leben in der Eisenbahnstadt beitragen: der Theaterball. Auch in diesem Frühjahr wird es wieder eine Auflage der beliebten Veranstaltung geben, dieses Mal sogar mit drei anstelle von zwei Terminen.

Entstanden ist das Konzept aus dem ursprünglichen „Modeball“, der 2005 ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich zweimal im Jahr, ging es auch darum, aktuelle Modetrends auf der Bühne zu präsentieren. „Damals waren noch Geschäfte aus Falkenberg, aber auch aus Bad Liebenwerda oder Torgau involviert“, erinnert sich Sandra Werner, die Vorsitzende der Tanzmäuse. Doch die Zeiten änderten sich, immer mehr Geschäfte mussten aufgeben und damit war auch irgendwann der Modeball passé. „Als Nachfolger haben wir den Theaterball ins Leben gerufen“, so Werner. Das erste Mal 2016.

Im Gegensatz zum Modethema war man damit etwas freier in der Gestaltung, konnte also eine breitere Themenpalette auf die Bühne bringen. Eines haben die Stücke immer gemeinsam, nämlich einen regionalen Bezug zu Falkenberg, wie sich beispielsweise am Stück „Kiebitzgeflüster“ vor einigen Jahren besonders deutlich zeigte. Die Stücke entstammen der Feder von Stefan Werner, der auch für das Weihnachtsmärchen verantwortlich ist. Unterstützung erhält er dabei unter anderem von Grit Salbach und Michael Hienzsch. „Generell wächst jede Geschichte aber auch mit und durch die Schauspieler“, sagt Sandra Werner. „Viele Ideen ergeben sich auch noch während der Proben, weil der eine oder andere doch noch eine Anekdote spontan beisteuern kann.“

Falkenberger Schauspieler arbeiten mit Jugendblasorchester

Der harte Kern der Schauspieltruppe besteht aus 14 Mitgliedern, von denen viele bereits von Anfang an dabei sind. Einige wenige sind bereits altersbedingt ausgeschieden. Mit dabei ist seit drei Jahren auch das Jugendblasorchester der Stadt. „Angesichts unserer runden Jubiläen kam die Idee auf, etwas gemeinsam zu machen. Das ist daraus geworden. Es ist schon eine kleine Kunst, alles mit einzuflechten. Denn ihr Repertoire richtet sich ja nicht an uns aus. Da gibt es viel abzustimmen, vielleicht auch Neues einzustudieren. Aber es macht ihnen Spaß. Das sagen sie zumindest“, lächelt Werner.

Spaß scheinen auch die Schauspieler zu haben. „Da gibt es jede Menge spontane Ideen und manchmal auch Improvisationen. Unsere letzte Aufführung hatte plötzlich je nach Veranstaltung unterschiedliche Enden, sodass mich eine Zuschauerin, die beide gesehen hatte, fragte, ob es denn das gleiche Stück gewesen sei.“ Grund dafür war unter anderem eine vergessene Textzeile, was einen „Schauspielkollegen“ umgehend zur Improvisation veranlasste und damit das ganze Ende der Geschichte ein wenig umwandelte.

Generationenkonflikte als Teil der Komödie in Falkenberg

Das diesjährige Stück kommt unter dem Titel „Hallo Nachbar – Wenn der Mieter zweimal klingelt“ auf die Bühne. Kernstück wird eine Wohnanlage, bewohnt von unterschiedlichen Generationen, sein. Alle möglichen damit verbundene Konflikte und Herausforderungen sind mit einem lachenden Auge bereits vorprogrammiert. Und da es sich ja um einen Ball handelt, gibt es danach für die Zuschauer reichlich die Möglichkeit selbst das Tanzbein zu schwingen.

Das "Bauteam" der Tanzmäuse beim Bau der Kulissen in Lönnewitz.

Das Bauteam der Tanzmäuse Falkenberg in einer Pause beim Bau der diesjährigen Kulissen in Lönnewitz.

Stefan Werner

„Auch wenn die Bezeichnung `Ball` womöglich ein bisschen so klingen mag, es ist eher eine Art Disco“, macht Sandra Werner noch einmal deutlich. „Und es gibt natürlich auch keine Kleidervorschriften. Über die Jahre hat sich gezeigt, dass die Besucher das ganz unterschiedlich sehen. Vom Abendkleid bis zur normalen Arbeitsalltagskleidung ist alles dabei.“

Letzter Theaterball in Falkenberg in dieser Form

Gleichwohl, trotz all dem Spaß, den die Beteiligten bereits im Vorfeld an der Veranstaltung haben, es wird der letzte Theaterball sein, der im Haus des Gastes stattfindet. „Dafür gibt es mehrere Gründe“, so Werner. „Zum einen muss man sich fragen, ob das Format noch passend ist oder ob nach all den Jahren nicht doch ein wenig ´die Luft raus` ist. Im Moment läuft es gut und damit ist wohl ein geeigneter Zeitpunkt gekommen, unter diesen Programmpunkt einen Schlussstrich zu ziehen.“

Außerdem sei ein immenser Kostenaufwand zu stemmen, angefangen bei der Saalmiete bis hin zu der technischen Ausstattung für eine Live-Veranstaltung. Dazu kommen auch noch unzählige Arbeitsstunden, die unentgeltlich im Vorfeld, etwa beim Kulissenbau, und während der Veranstaltung ehrenamtlich geleistet werden müssen. „Wir haben so viele Leute, gerade Eltern, die uns unterstützen und wir sind unheimlich dankbar dafür. Aber wir können es auch nicht übertreiben.“

Einnahmen sollen Falkenberger Tanzmäuse unterstützen

Für dieses Jahr hat sich der Verein zudem vorgenommen, auch das Catering beim Ball selber zu stemmen. „Wir hoffen, mit dem Kartenverkauf und dem Catering so viel einzunehmen, dass wir die Kosten decken und im ‚Mäusestübchen‘ noch eine zweite Tanzfläche für Proben errichten können. Denn die bräuchten wir dringend“, so die Vereinsvorsitzende weiter.

Dass es 2025 nun der letzte Theaterball sein wird, bedeute aber nicht, dass es gar keine Veranstaltungen dieser Art mehr geben solle. Im Gegenteil. Man erhofft sich, damit Platz für die Entwicklung neuer Konzepte und Ideen zu schaffen. Eine Rolle bei diesbezüglichen Überlegungen könnte vielleicht die neue Freilichtbühne spielen, die Falkenberg für den Stadtpark angedacht hat. Egal, was kommen wird. Ersatzlos wird der Theaterball wohl auf keinen Fall bleiben. Dazu sind die „Mäuse“ viel zu umtriebig.

Termine und Vorverkauf

-         Die Aufführungen „Hallo Nachbar“ finden am 11. und 12. April, jeweils um 19.30 Uhr, im              Haus des Gastes mit anschließender Disco statt

-         Die dritte Veranstaltung gibt es am 13. April um 15 Uhr (ohne Disco im Anschluss)

-         Ergänzt wird die Komödie durch tänzerische Showeinlagen der Sweeties und Live-Musik            vom Jugendblasorchester Falkenberg

-         Der Kartenvorverkauf startet ab 15. März um 9 Uhr im Vereinshaus „Mäusestübchen“ in              der Lindenstraße 7 A in Falkenberg. Die Karten kosten 30 Euro (Freitag und Samstag)                   und 25 Euro (Sonntag) pro Person

-         Weitere Informationen gibt es unter falkenberger-tanzmaeuse.de