In drei Wochen wird die Herzberger Rühlmann-Orgel in der Stadtkirche St. Marien wieder erklingen, und zwar schöner als in den Jahren zuvor. Ihre Sanierung, die die Orgelwerkstatt Scheffler in Sieversdorf bei Frankfurt/Oder übernommen hat und die Ende April begonnen hat, läuft zeitlich voll nach Plan. „Die Orgelbauer sind optimistisch, dass alles rechtzeitig fertig wird“, so Herzbergs Kantorin Solveig Lichtenstein.

Einweihung der Herzberger Orgel mit Pauken und Trompeten

Am 3. Okober soll das Instrument mit einem Konzert für Pauken, Trompeten und Orgel eingeweiht werden. Es spielen Christian Wenzel, Thomas und Jan Brünnich (Trompeten), Mario Gängler (Pauken) und Solveig Lichtenstein (Orgel).
Sie versprechen ein abwechslungsreiches Programm, zu dem auch einige Solostücke an der Orgel gehören, so die Kantorin. Das Konzert beginnt um 16 Uhr. Am 4. Oktober findet dann ab 10 Uhr ein musikalischer Festgottesdienst anlässlich der Wiedereinweihung der Orgel statt.
„An einem der beiden Tage wird wahrscheinlich auch Konrad Scheffler, Geschäftsführer der Orgelwerkstatt Scheffler nach Herzberg kommen und Ausführungen über die Arbeit der Mitarbeiter an unserer Orgel machen“, sagt Solveig Lichtenstein. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.
Die Herzberger Orgel ist eine der größten dreimanualigen noch erhaltenen Rühlmann-Orgeln, die nicht umgebaut wurden. Sie ziert seit 1896 die Herzberger Kirche St. Marien. Ihr Alter und klimatische Bedingungen hatten dem Material zugesetzt. Zur Finanzierung der Sanierung haben neben Kirche, Kreis und Institutionen auch die Herzbergerinnen und Herzberger durch viele Spenden beigetragen. Mehr als 90 000 Euro waren dafür benötigt worden.