Vor fast einem Jahr, am 24. November 2021, ist in Falkenberg eine kleine Initiative mit einem Spendenaufruf an den Start gegangen, dem damals fünfjährigen Jungen Masseh aus Afghanistan mit familiären Verbindungen nach Elbe-Elster eine dringend benötigte Operation zur Behandlung seiner angeborenen Krankheit Arthrogryposis zu ermöglichen.
Wie viele politische und bürokratische Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten den Weg dazu erschweren würden, konnte sich die Falkenberger Lehrerin Sabine Loges, eine der Initiatorinnen, damals kaum vorstellen. Immer wieder schaffte es die Initiative, Teilziele zu erreichen, aber immer wieder mussten Pläne auch wegen veränderter Gegebenheiten angepasst werden. Nun hoffen Masseh, seine Familie und Sabine Loges und ihre Mitstreiter wieder einmal, endlich kurz vor der Umsetzung der Pläne zu stehen.

Falkenberg

Wochenlanges, vergebliches Warten auf deutsche Botschaft

Denn wie Loges mitteilt, gibt es inzwischen im Prinzip eine Zusage für Visa für die Reise von Masseh, seiner Mutter Razia und seiner elf Monate alten Schwester nach Deutschland, wo die Operation in einer Klinik in Vogtareuth durchgeführt werden soll. Einen ersten vereinbarten Termin dazu mussten Masseh und die Helfer jedoch im September schweren Herzens absagen. Der Grund: Die afghanische Familie musste in einem Hotelzimmer Islamabad monatelang auf eine Bearbeitung des Visa-Gesuchs durch die deutsche Botschaft in Pakistan und die deutschen Behörden warten – bis über den geplanten OP-Termin hinaus.
Dafür musste die Familie in diesem Sommer die 2000 Kilometer lange Reise aus dem afghanischen Mazar-i-Sharif, wo sie lebt, in die pakistanische Hauptstadt auf sich nehmen. Ein Weg, der durch teils gewalttätige politische Spannungen zwischen dem von den Taleban kontrolliertem Afghanistan und Pakistan ebenso gefährlicher gemacht wurde, wie durch die immensen Überschwemmungen in Pakistan in diesem Jahr.

Falkenberg

Kommt Masseh noch in diesem Jahr nach Deutschland?

Final liegen die Visa nun noch immer nicht vor, sodass auch die Flüge für Masseh und seine Familie noch nicht gebucht werden können. Bei der Falkenberger Initiative besteht jedoch Hoffnung, dass das noch in diesem Jahr geschehen könnte. Auch ein neuer OP-Termin kann nun erst gefunden werden. Gelingt das, muss für Masseh und seine Familie ein vier Monate langer Aufenthalt in Deutschland organisiert und finanziert werden. Gerade für letzteres bittet die Initiative aus Falkenberg weiterhin um Spenden.
Spenden für die Hilfs-Aktion sind mit Überweisungen auf das Konto mit der IBAN DE13 1805 1000 1201 3220 96 bei der Sparkasse Elbe-Elster, Kontoinhaberin Sabine Loges unter dem Stichwort „Masseh“ möglich.