Seit fast einem Jahr bemüht sich die Falkenberger Lehrerin Sabine Loges darum, dem fünfjährigen Masseh aus Afghanistan, der an der angeborenen Gelenkerkrankung Arthrogyposis leidet, eine Operation zu ermöglichen, die ihm die Chance zu einem eigenständigeres Leben erlauben soll. Doch trotz großer Hilfs- und Spendenbereitschaft aus Elbe-Elster ist der Weg dazu für Sabine Loges, Massehs hier lebenden Onkel Mobin Rahimi und die anderen Unterstützer der Hilfskampagne sehr mühsam.
Zwar wurde im Februar dieses Jahres das ursprüngliche Spendenziel von 13.000 Euro erreicht. Doch um Masseh zu helfen, ist nicht nur Geld nötig, sondern muss vor allem eine Klinik gefunden werden, in der das Kind operiert werden kann und die Reise der Familie dorthin organisiert werden. Durch die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan wurde beides ungleich schwieriger, berichtet Sabine Loges.
Denn eigentlich sollte Masseh in einer Klinik im indischen Neu Delhi operiert werden. Doch diese Klinik, die der Familie und ihren Helfern eigentlich einen Operationsplatz in Aussicht gestellt hatte, habe auf Anfragen keine Rückmeldung mehr gegeben: „Durch den Einmarsch der Taliban sind Afghanen in Indien, insbesondere in Neu Dehli, nicht mehr erwünscht“, sagt Loges.

Operation soll jetzt in Deutschland passieren

Als Alternative bemühten sich Massehs Helfer daher doch darum, eine Operation in Deutschland möglich zu machen. Das geht zwar mit ungleich höheren Kosten einher: Allein die Operation in einer Klinik in Vogtareuth in Bayern selbst kostet statt der zuvor eingeplanten 10.000 dann 33.000 Euro. Dafür, dass es für die Initiative aus Falkenberg trotzdem eine Chance gibt, diesen Betrag aufzubringen, sorgt vor allem eine Spende von 20.000 Euro der Organisation „Ein Herz für Kinder“. Auch die Klinik unterstützt die Behandlung von Masseh finanziell.
Um die Reise nach und den Aufenthalt in Deutschland für ihn, seine Mutter und seine im November geborene Schwester zu ermöglichen, werden jedoch weitere Spenden benötigt, zumal die Preise für Flüge steigen, wie Sabine Loges berichtet. Eine mindestens ebenso große Hürde sei es aber, ohne Wartezeiten von mehr als einem halben Jahr Visas für die Familie zu erhalten. So ist aktuell auch noch unsicher, ob der geplante OP-Termin Ende September gehalten werden kann.
Spenden für die Hilfs-Aktion sind mit Überweisungen auf das Konto mit der IBAN DE13 1805 1000 1201 3220 96 bei der Sparkasse Elbe-Elster, Kontoinhaberin Sabine Loges unter dem Stichwort „Masseh“ möglich.