Pfingsten in Schlieben: Gottesdienst unter freiem Himmel

Der Schliebener Pfarrer Philipp Schuppan freut sich auf den Freiluftgottesdienst am Pfingstsonntag.
Sylvia KunzePfarrer Philipp Schuppan hat in der Vorwoche innerlich zumindest gejubelt: „Wir dürfen Gottesdienst feiern!“, hat er wissen lassen. Nur wenige Menschen ahnen, was alles hinter den vier Worten stecken kann.
Gottesdienste sind aufgrund der Corona-Beschränkungen im Schliebener Land nämlich selten geworden. Der Pfarrer setze in der Zeit des Kontaktverbotes auf eine Andacht zum Mitnehmen. An den Kirchen im Pfarrbereich Schlieben waren Briefkästen montiert, aus denen sich Gläubige eine in Schriftform zu Papier gebrachte, wöchentlich neu geschriebene kurze Andacht mit nach Hause nehmen konnten.
Erst einmal mehrheitlich gegen Gottesdienste ausgesprochen
Als es dann erste Lockerungen gab, haben sich die Gemeindekirchenräte im Schliebener Land dennoch mehrheitlich gegen Gottesdienste entschieden. Mit Blick auf die vorgegebenen Beschränkungen (Dauer nur 30 Minuten, ohne Gesang, mit Pflicht zu Mundschutz und Händedesinfektion und weiteren Vorgaben) wollten sie vorerst weiter darauf verzichten.
Stattdessen begeisterten sich alle für die Idee, am Pfingstwochenende einen großen zentralen Gottesdienst für alle Kirchengemeinden unter freiem Himmel zu feiern. Das so zu tun, dafür liegt die Erlaubnis nun vor, berichtet der Pfarrer.
Freiluftgottesdienst mit 50 Personen am Pfingstmontag
Stattfinden wird der Freiluftgottesdienst am Pfingstsonntag im Garten des Schliebener Gemeindehauses. Maximal zugelassen sind 50 Personen, natürlich unter Einhaltung der 1,5 Meter Abstand zueinander und aller anderen Regeln, die im öffentlichen Raum und bei derartigen Begegnungen nach wie vor gelten. Beginn ist um 10 Uhr, lässt Philipp Schuppan wissen. „Es ist ein schönes Zeichen, wenn wir wieder alle zusammenkommen und den Gottesdienst feiern können“, sagt er.
