Es kommt wahrlich nicht oft vor, dass in der Herzberger Kirche ein Komponist sein eigenes Werk dirigiert. Aber nicht nur das machte die Aufführung des Beethoven-Oratoriums „Unerhörte Schönheit“ des Berliner Komponisten Christoph Reuter am Freitagabend zu einem wirklich unerhört schönen Musikerlebnis in der auch von jüngerem Publikum sehr gut besuchten Stadtkirche St. Marien.

Die Mischung macht‘s

Es war die Mischung auf dem Weg durch Beethovens Leben. Eine Mischung seiner bekannten Werke mal klassisch, mal Pop. Das Zusammenspiel der Professionalität durch das Filmorchester Babelsberg und die beiden Solisten Barbara Berg (Sopran) und Burkhard von Puttkamer (Bariton) mit dem „Laienchor“ der Musikkurse der 11. und 12. Klasse des Herzberger Melanchthon-Gymnasium. Dazu die Erzählung von Sprecher und Schauspieler Frank Roder aus Sicht des Zeitgenossen.
Die Gymnasiasten sangen mit Freude, Inbrunst und Ehrfurcht. Sie haben die Leichtigkeit des Oratoriums mitgetragen. Monatelang hatten sie sich auf diesen Tag vorbereitet. Und sie waren so gut, dass sich Christoph Reuter am Ende fast überschwängliche bei den jungen Sängerinnen und Sängern bedankte, ebenso bei Musiklehrerin Daniela Uhlig und Kantorin Solveig Lichtenstein, die mit den Musikkursen gearbeitet haben.
Für die Zuhörer waren die zwei Stunden in der Kirche ein ganz besonderer Musikergenuss. Sie zeigten sich begeistert von der Innovation und der Fröhlichkeit, mit der Beethovens musikalisches Schaffen würdig beleuchtet wurde.