Wenn aus etwa 370 Kehlen in der Sporthalle des Herzberger Gymnasiums die „Ode an die Freude“ erklingt, dann hat das nur in zweiter Linie mit Ludwig van Beethoven oder Friedrich Schiller zu tun. Vielmehr hatten die Schülerinnen und Schüler des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums am Freitag eine etwas ausgefallene Variante gefunden, die erste Hälfte des Schuljahres 2019/20 abzuschließen.

Würdiger Rahmen

In der vorletzten Stunde (die letzte blieb den Zeugnissen vorbehalten) haben sie sich alle in der Sporthalle eingefunden. Hier sollten zum ersten Mal Mitschülerinnen und Mitschüler geehrt werden, die im Laufe des ersten Halbjahres an Wettbewerben und Olympiaden in den Fächern Mathe, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Kunst und Sport teilgenommen haben. „In den vergangenen Jahren ist es immer etwas untergegangen, was diese Schüler für unsere Schule leisten. Viele bekommen das gar nicht mit. Deshalb haben wir nach einem würdigen Rahmen für die Ehrung gesucht und haben ihn kulturell etwas aufgewertet“, so Schulleiterin Barbara Pietzonka.

Neue Tradition?

Und weil sich ganz Deutschland momentan im Jahr der Beethoven-Jubiläums befindet, wollte auch das Gymnasium daran nicht vorbei gehen. So kam es, dass sich alle Schülerinnen und Schüler der 7. bis 12. Klassen unter der Regie von Musiklehrerin Daniela Uhlig gemeinsam (und wohlklingend) im Chor an der „Ode an die Freude“ versuchten. Den Ton gaben dabei natürlich die Musikkurse des Gymnasiums an. Für noch mehr Kultur sorgte die Sprechergruppe der Schule unter Leitung von Lehrerin Martina Tressel. Damit bekam der letzter Schultag vor den Winterferien in diesem Jahr am Gymnasium eine ganz besondere Note. „Vielleicht“, meinte Barbara Pietzonka, „können wir das an unserer Schule zur Tradition werden lassen.“