Wie jetzt bekannt wurde, ist am 3. Mai dieses Jahres Prof. Dr. Heinz Schmidt-Falkenberg im Alter von 94 Jahren verstorben. Heinz Schmidt-Falkenberg ist ein bedeutender Bürger in der Geschichte der Stadt Falkenberg/Elster. Er hat 2005 beim Projekte-Verlag Halle drei wissenschaftliche Sachbücher mit dem Titel „Geo-Phänologie“ herausgegeben, die weltweit große Aufmerksamkeit fanden. Der Wissenschaftszweig Geo-Phänologie befasst sich mit dem äußeren Erscheinungsbild der Erde, welches heute durch hochauflösende Satelliten-Aufnahmen in allen Einzelheiten erkennbar ist.

In Falkenberg aufgewachsen

Heinz Schmidt verlebte seine Kindheit und Jugendzeit in Falkenberg. Er wohnte mit seinen Eltern in der Lindenstraße. 1946 nahm er ein Geodäsie-Studium an der Universität in Berlin-Charlottenburg auf, und an der Universität Bonn promovierte er zum Dr. rer. nat. hc. Ab 1962 war er im Geodätischen Forschungsinstitut in Frankfurt am Main tätig. Als Honorarprofessor lehrte er an der Universität Karlsruhe. Für seine Verdienste in Wissenschaft und Forschung verlieh ihm Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1993 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Falkenberg zum Namen gemacht

Der Professor lebte viele Jahr in Trostberg, eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Seinen ihm zu alltäglich klingenden Familiennamen Schmidt ließ er den Zusatz Falkenberg hinzufügen.
Auch später – schon im Rentenalter – blieb er wissenschaftlich und heimatkundlich aktiv. Er gab 2013 zusammen mit anderen Autoren das Buch „Naturschutz in Falkenberg, eingebunden in erdweite Stoff-Kreisläufe“ heraus. Ein heimatkundliches Buch zur geschichtlichen Entwicklung der Schwarzen Elster folgte.