Fast zwei Wochen ist es her, seit der Brand bei Kölsa ausgebrochen ist und sich von einem „normalen“ Waldbrand zu einem Inferno entwickelt hat. „Keiner von uns hat das nur ansatzweise für möglich gehalten“, schreibt Sören Diecke, Brandmeister der Stadt Falkenberg, zu der die Ortsteile Kölsa und Rehfeld gehören, in einem Brief an alle Helfer. Er beschreibt die Gewitterfront, die statt des erhofften Regens sehr starke Böen im Gepäck hatte, die das Feuer innerhalb kurzer Zeit auf eine Gesamtfläche von etwa 800 Hektar getrieben und selbst die Feuerwehrleute in Lebensgefahr gebracht hat.
Weil der Landkreis Elbe-Elster sehr schnell eine Großschadenslage ausgerufen hatte, sei es möglich gewesen, frühzeitig auf Kräfte und Ressourcen zurückgreifen zu können, die sonst nicht zur Verfügung gestanden hätten, so Diecke. Die Berufsfeuerwehr Potsdam, Feuerwehren aus OSL und viele weitere Kräfte seien sofort zu Hilfe geeilt. Wohngebäude konnten knapp vor den Flammen geschützt werden und auch das Gewerbegebiet blieb unversehrt.
„Was wir dann in den folgenden Tagen erleben durften, hätten wir so nie erwartet oder für möglich gehalten“, so der Falkenberger Stadtbrandmeister.

Unterstützung aus allen Bereichen

Angeforderte Kräfte aus allen Landesteilen, Brandschutzeinheiten, Führungs- und Nachrichtenkomponenten seien zur Unterstützung gekommen. Die Bundeswehr, die Bundes- und Landespolizei hätten sofort Hubschrauber entsandt. Verpflegungszüge verschiedener Organisationen sorgten für die Versorgung der Kräfte. Das THW habe alle notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt. Landwirte, vor allem die Agrargenossenschaft Beyern, hätten mit ihrer Technik und Manpower unterstützt und nicht zuletzt hätten die Einsatzkräfte in der Bundeswehr einen großartigen Unterstützer gefunden, so Diecke.

Unternehmen halfen unkompliziert

Auch aus den Unternehmen der Stadt Falkenberg, vor allem aus dem Gewerbegebiet, habe die Feuerwehr jede gewünschte Unterstützung erhalten. „So konnte vor der Werft des Unternehmens Uesa eine Abschnittsleitung gebildet, Verpflegungspunkte eingerichtet und in der Halle auch verpflegt werden. Das Unternehmen Wacht half unkompliziert mit Technik und Material sowie erfahrenen Kräften rund um die Uhr beim Wegebau. Die Tankstelle Mix war jederzeit erreichbar, Öffnungszeiten wurden ausgesetzt. Auch das Unternehmen Nauck stand als Tankfahrzeug für die Panzer zur Verfügung“, beschreibt Diecke einige Beispiele.

Gemeinsam effektiv gearbeitet

Als erstes Resümee könne man sagen, dass alle „Blaulichter“ in der Lage waren, diese Großschadenslage gemeinsam, effektiv, kameradschaftlich und zielorientiert zu bekämpfen. „Allen beteiligten Einsatzkräften, politischen Institutionen, Blaulichtorganisationen und weiteren auch ungenannten Kräften gebührt unser tiefster Dank und unsere höchste Anerkennung. Wir konnten gemeinsam erfolgreich eine Katastrophe verhindern“, so der Stadtbrandmeister.