Lesermeinung: Ahlsdorfs Juwel einfach „weggesperrt“

Das 1709 erbaute Schloss und der dazugehörige 15 Hektar große Park mit seltenen Bäumen und Sträuchern ist jetzt mit einem 1143 Meter langen Wildzaun eingezäunt. Wildschweine hatten in dem Park Schäden angerichtet. Die Ortsvorsteherin verweist auf einen freien Zugang zum Park am Gemeindehof.
Foto: Birgit RudowDiesen Park dem Volke
So ähnlich lautet jedenfalls die Widmungsinschrift auf einer Säule im Ahlsdorfer Park. Ist das gwährleistet, wenn die Zugänge des öffentlichen Parks von zwei Seiten durch Tore verschlossen werden?
Die nächste Frage wäre, wo öffenliche Parks zu finden sind, deren Zugänge auch tagsüber verschlossen bleiben? Bisher wurde mit Rehverbiss argumentiert. Durch Rehe, die darauf warten, durch zwei offene Tore laufen zu können ? Rehe springen fast aus dem Stand über solche Zäune! Nun werden Wildschweine zur Begründung herangezogen. Verwüstungen durch Wildschweine sind jedoch an keiner Stelle des Parkes erkennbar und auch die warten nicht auf offene Tore.
Die Biber. Sie sind stark geschützt und tatsächlich eine Gefahr für den Park. Aber sie können umgesetzt werden.
Auto- und Mopedfahrer? Wir wohnen direkt am Park und dürfen der Gemeinde versichern, dass dies sehr selten geworden ist. Der ehemalige, jugendliche Mopedfahrer war gemeindebekannt. Fährt aber schon lange nicht mehr.
Zusammengefasst zerstört das Vorgehen der Gemeinde das Engagement der Bewohner für den Park weiter und er wird immer weniger Teil des Volkes sein, da er durch die verschlossenen Tore nicht mehr auf den dafür vorgesehenen Wegen erwandert werden kann. Schade!
Der Park, das „Schloss“, Teehaus und Siemens-Begräbnisstätte sind das einzige Juwel, das diese Gemeinde hat, auch wenn es sehr ungepflegt ist.
Gelder für den Park könnten etwa durch Parkseminare eingeworben werden. Aber dafür sind verschlosseneTore nicht geeignet und die Gemeinde müsste Konzepte erarbeiten!
⇥Günter Gladis, Ahlsdorf
