Erneut sind am Wochenende Unbekannte in die Einrichtung des Arbeitslosenverbandes in der Lugstraße in Herzberg eingebrochen und haben Lebensmittel der Tafel gestohlen. Schon vor etwa vier Wochen hatten sich Diebe in der Herzberger Tafel „bedient. Die Leiterin der Einrichtung Dittgard Hapich ist darüber vor allem eines: traurig.
„Es ist nicht schön, wenn Samstagfrüh die Polizei bei mir anruft, und sagt, dass schon wieder eingebrochen wurde. Viel schlimmer aber ist, dass hier Lebensmittel für die Ärmsten in unserer Region weggenommen werden“, sagt sie.

Tiefkühlkost, Wurst und Joghurt in Herzberg gestohlen

Glück im Unglück ist noch, dass die Einbrecher keinen großen Sachschaden verursacht haben. Laut Hapich haben sie eine Tür aufgebrochen, um in das Haus zu kommen. Wie es aussieht haben sie unter anderem Tiefkühlkost, Eier, Süßigkeiten, Wurst, Joghurt und Margarine mitgehen lassen. Die Tafelräume haben sie ordentlich und sauber verlassen. „Es kann ja sein, dass es Leute waren, die wirklich Hunger hatten oder dringend Lebensmittel für die Familien brauchen. Da gibt es aber andere Wege. Sie können sich gern bei uns melden. Ein Nothilfepaket gibt es zum Null-Tarif“, sagt Dittgard Hapich.
Sie verweist darauf, dass es immer eine Lösung gebe, wenn jemand in Not ist. „Wir haben doch das Herz an der richtigen Stelle. Da muss man nicht heimlich einbrechen“, so die Leiterin.

Weniger Tafelnutzer in Herzberg wegen Corona

Wegen der Coronakrise kommen noch immer weniger Hilfebedürftige zur Tafel als vorher. „Einige, vor allem Ältere, trauen sich wohl wegen der Ansteckungsgefahr noch nicht“ mutmaßt Dittgard Hapich. Auch das Angebot von Verkaufsstellen sei geringer geworden, sagt sie. Die Herzberger Tafel bezieht ihre Waren hauptsächlich aus dem großen Lager in Finsterwalde. Am Freitagabend waren die Tiefkühltruhen und Kühlschränke in Herzberg voll.

Finsterwalde