Aufgrund der vielen Wälder im Schliebener Amtsgebiet und deren enormen Brandlast sind in den zurückliegenden Jahren verstärkte Anstrengungen unternommen worden, Waldbrandschutzwege in einen fahrbaren Zustand zu versetzen. Fast 90 Kilometer sind inzwischen saniert. Doch Amtsbrandmeister Guido Schmidt macht deutlich, dass das nur die eine Seite der Medaille ist. Die andere: Zur Bekämpfung von Waldbränden braucht es ausreichend Löschwasser.

Nachholbedarf bei Löschwasserversorgung im Schliebener Land

„Für den Erstschlag sind wir mit unseren Tankern, zwei Fahrzeuge mit je 10000 Litern Wasser, recht gut bestückt. Doch bei größeren Schadensereignissen braucht es weiteres Löschwasser. Wir haben bei der Sanierung der Brandschutzwege schon darauf geachtet, dass wir damit auch die Löschwasserversorgung, zum Beispiel aus nahegelegenen Teichen, sichern. Wir sind auch da an sich gut aufgestellt, dennoch besteht weiterer Nachholbedarf“, schätzt er ein.
Als Erfolg wertet Schmidt, dass im Zusammenhang mit dem Bau des Windparks bei Oelsig weitere neue Tiefbrunnen entstanden sind, die im Brandfall genutzt werden können. Darüber hinaus zeichne sich eine Verbesserung der Situation im Bereich Schwarzenburg ab. Dort könne man im alten Wasserwerk einen Brunnen anzapfen, wenn im Ernstfall Wasser benötigt werde. Zudem seien in der vergangenen Zeit weitere neue Tiefbrunnen im Amtsgebiet gebaut worden bzw. sei deren Bau in Vorbereitung, macht Schmidt deutlich, dass man dem Problem stetig die nötige Aufmerksamkeit widme.

Entstehungsbrände konnten schnell gelöscht werden

Von größeren Brandereignissen in Wäldern sind die Schliebener Kameraden in letzter Zeit zum Glück verschont geblieben. Einige wenige Entstehungsbrände konnten relativ schnell gelöscht werden, auch wegen der guten Zufahrt auf sanierten Wegen, sodass sie sich gar nicht erst zu einem großen Brand ausweiten konnten, berichtet Guido Schmidt weiter.