Fabian Kahl in Herzberg: Bares für Rares-Star schätzt Ihre Stücke beim Tierparkfest

Der TV-Trödelprofi freut sich auf Fans und Sammler. Wenn seinerseits Interesse an einem Produkt besteht, ist er durchaus bereit, es zu kaufen.
Fabian Kahl- Fabian Kahl schätzt Antiquitäten auf dem Tierparkfest in Herzberg am 3. Mai.
- Besucher können Möbel, Kunstwerke und Schmuck bewerten lassen.
- Der Antiquitätenmarkt hat sich durch das Internet stark verändert.
- Art-Déco-Schmuck und Vintage-Möbel sind aktuell gefragt.
- Kahl kaufte das Gemälde „Luchse im Harz“ von Friedrich Reimann für 1000 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In einigen Tagen wird sich in Herzberg alles um alte Schätze drehen. Am 3. Mai kommt TV-Trödelprofi Fabian Kahl aus der Show „Bares für Rares“ zum Tierparkfest und gibt Sammlern und Interessierten die Gelegenheit, ihre Antiquitäten und Raritäten schätzen zu lassen. Wer alte Möbel, Kunstwerke oder Schmuck besitzt, hat hier die Chance, einen Expertenblick auf seine Fundstücke zu werfen. Besonders spannend ist die Möglichkeit, nicht nur den Wert, sondern auch die Herkunft der Objekte zu bestimmen.
Das Tierparkfest verspricht dadurch eine außergewöhnliche Gelegenheit für alle, die sich für historische Gegenstände interessieren. Die Frage, wie es dazu kam, dass Fabian Kahl nach Herzberg kommt, beantwortet er selbst: „Ich war im Sommer in Axien bei Annaburg, in Sachsen-Anhalt. Die Veranstalter des Festes und der Tierparkfestverein hatten Kontakt zueinander, und so wurde mein Schätztag organisiert.“ Damit erhalten Besucher eine einzigartige Möglichkeit, ihre besonderen Objekte begutachten zu lassen – und vielleicht sogar zu verkaufen. Besonders interessiert sei der Antiquitätenhändler an Schmuck, Porzellan und kleinen Gegenständen, erklärt er.
Wie hat sich der Antiquitätenmarkt verändert?
Das Geschäft mit Antiquitäten habe sich allerdings stark verändert, räumt der Trödelprofi ein. „Früher gab es viele Händler, die sich auf wertvolle, historische Stücke spezialisiert haben. Heute sind sie seltener geworden.“ Das liege daran, dass sich die Kaufgewohnheiten gewandelt haben. Moderne Möbel und Dekorationen sind für viele Menschen praktischer und preiswerter, während klassische Antiquitäten eher von Liebhabern gesucht werden. Der Antiquitätenmarkt ist längst nicht mehr derselbe wie vor einigen Jahrzehnten. „Das Internet hat das Geschäft komplett verändert“, sagt Kahl.
Plattformen wie eBay oder spezialisierte Auktionshäuser haben dafür gesorgt, dass viele Händler ihre Geschäfte schließen mussten. Dennoch gebe es immer noch Sammler und spezialisierte Händler, die sich diesem Bereich widmen.
Welche Antiquitäten sich verkaufen lassen und welche nicht
Fabian Kahl beobachtet genau, welche Trends sich derzeit auf dem Markt abzeichnen. Während Antiquitäten früher aufgrund ihrer Geschichte beliebt waren, entscheiden heute oft Markennamen über den Wert eines Objekts. „Alles, was mit Uhren oder Vasen zu tun hat, lässt sich gut verkaufen“, erklärt er. Ein Beispiel für eine Antiquität, deren Wert stark gesunken ist, sei Meissener Porzellan. „Gerade die jüngere Generation interessiert sich kaum noch dafür“, erklärt Kahl.
Noch vor wenigen Jahren war der Markt für Meissener Porzellan enorm, doch inzwischen ist das Interesse stark zurückgegangen. „Nach dem großen Hype im letzten Jahrzehnt hat sich der Markt sichtlich gewandelt“, betont er.

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Besucher beim Tierparkfest erwartet. Vielleicht kann zum Schätztag der ein oder andere ein kleines Vermögen mit nach Hause nehmen. (Archivbild)
Dieter MüllerVon Vintage-Design bis Art-Déco-Schmuck – was jetzt gefragt ist
Dafür sind andere Antiquitäten heute gefragter denn je. „Wir leben in modernen Zeiten“, sagt Kahl. „Die Trends heutzutage sind zeitgenössische Kunst und auch Vintage aus den 60ern“. Besonders Möbelstücke aus dieser Zeit erleben ein Revival. Teakholzmöbel, psychedelische Muster und bemalte Möbel sind angesagte Vintage-Trends für 2025. Ein weiteres Highlight, mit dem sich gut Geld verdienen lässt, sei Art-Déco-Schmuck. „Alles aus den Jahren 1910 bis 1930 ist derzeit gefragt“, gibt der Trödelprofi an.
Unterschiede gebe es auch zwischen Ost- und Westdeutschland. DDR-Produkte seien einst beliebt gewesen, doch das Interesse lasse nach. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Möbel der Deutschen Werkstätten Hellerau bei Sammlern und Liebhabern von Mid-Century-Design gefragt und erzielten hohe Preise, doch nun sinke auch hier das Interesse. Der Stil der Werkstätten zeichnete sich durch klare Linien und hohe Funktionalität aus.
Der TV-Profi und seine besondere Entdeckung
Eine Ausnahme gibt es jedoch. Fabian Kahl selbst ist sehr naturbegeistert und hat kürzlich ein besonderes Stück erworben: das Gemälde „Luchse im Harz“ von Friedrich Reimann. „Ich habe das Bild für 1000 Euro gekauft“, sagt er. Friedrich Reimann (1896–1991) war ein deutscher Maler, der sich auf Tier- und Jagdmalerei spezialisiert hatte.
Sein Werk umfasst zahlreiche Gemälde mit Wildtieren in ihrer natürlichen Umgebung. Geboren wurde Reimann 1896 in Mariaschein, Böhmen, und lebte ab 1908 in Zeulenroda, Thüringen. Fabian Kahl begeistert sich für solche Kunstwerke, weil sie eine besondere Geschichte erzählen und einen direkten Bezug zur Natur haben.
Antiquitätenschätze entdecken – Tipps vom Experten
Zum Tierparkfest möchte der Experte seine Erfahrung weitergeben und interessierten Menschen die Möglichkeit bieten, ihre eigenen Schätze bewerten zu lassen. „Ich bin sicher, dass viele Besucher etwas Wertvolles zu Hause haben, ohne es zu wissen“, sagt er. „Es ist immer besser, alte Dinge professionell schätzen zu lassen, bevor man sie auf den Sperrmüll bringt.“ Wer beim Tierparkfest dabei ist, kann diese Gelegenheit nutzen und möglicherweise mit einer wertvollen Überraschung nach Hause gehen.

