Energie Cottbus: Fans aus Herzberg schätzen Saisonstart ein

Ob der FC Energie Cottbus gut in die Saison gestartet ist? Das sollten die Herzberger Fans gegenüber der Lausitzer Rundschau beim Tag der Nachbarn in Herzberg einschätzen.
Thomas Keil- Energie Cottbus startet mit fünf Punkten aus vier Spielen in die Drittligasaison 2025/26.
- Herzberger Fans loben Transfers: Mischung aus jungen Spielern und Routiniers überzeugt.
- Ziel: Mittelfeldplatz und Klassenerhalt – Siege in Derbys gegen Rostock und Aue erhofft.
- Initiative „Meister müssen aufsteigen“ wächst auf 45 Vereine – gerechtere Aufstiegsregel gefordert.
- DFB-Pokal: Fans hoffen auf Überraschungssieg gegen RB Leipzig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Warm und trocken – so lässt sich der vergangene Sonntag (7.9.) in Herzberg wettermäßig zusammenfassen. Ideale Bedingungen für den Tag der Nachbarn. Ideal auch, um eventuell einige hiesige Fans des FC Energie Cottbus zu treffen. Schließlich besuchten erst im Juli mehr als 1000 aus der Region das Testspiel der Lausitzkicker gegen die TSG Neustrelitz.
Im Gegensatz zum souveränen Juli-Auftritt an der Elster scheint der Start in die Drittligasaison zunächst verhalten – nach vier Spieltagen stehen fünf von möglichen zwölf Punkten zu Buche. Weitere personelle Verstärkungen müssen warten, die Sommertransfers sind beendet. Was ist in den kommenden 34 Spieltagen noch vom FCE zu erwarten?
Erste Anlaufstelle für diese Frage ist Sebastian Zieler des VfB Herzberg 68. „Eine sehr schwankende Leistung“, ordnet der Ehrenamtsbeauftragte die vier Spiele ein. Dies sei vorhersehbar gewesen: „Es gab einen sehr deutlichen Umbruch im Kader.“ Ganze 15 Ab- und 15 Zugänge sind zu verzeichnen.
Herzberger Einschätzung der Cottbusser Transfers
„Bei den zuletzt Verpflichteten haben die Verantwortlichen erfahrene Leute geholt“, lobt das FCE-Mitglied. Aus seiner Sicht haben die Trainer gute Entscheidungen getroffen: „Zuerst verpflichteten sie junge, ambitionierte Spieler aus der Regionalliga“ – dann eben die Routiniers. „Diese Mischung macht's.“

Zum Testspiel des FC Energie Cottbus in Herzberg sind mehr als 1000 Fans aus der Region gekommen. Hier trafen sie nach dem Spiel ihre Stars hautnah, sammelten Autogramme und Fotos mit den Spielern.
Thomas KeilAm Ende der Saison sieht er Energie Cottbus auf einem guten Mittelfeldplatz. „Früh von allen Abstiegssorgen frei zu sein, ist ein realistischer Traum“, macht der nahe Potsdam lebende klar. Es gelte, den Platz in der Dritten Liga zu festigen. „Und ich hoffe besonders auf Siege in den Derbys gegen Rostock und Aue.“
Auf dem Herzberger Marktplatz gestaltet sich die Stimmensuche schwierig. Zum Tag der Nachbarn wird zwar allerhand Tand gehandelt – aber die FCE-Anhänger machen sich rar. Zumindest Malte aus Herzberg verfolgt ein wenig die Entwicklung der Cottbusser.
„Schade, dass Timmy Thiele gegangen ist“, bedauert der Bayern-Fan und irrt – der gebürtige Berliner spielt mittlerweile seine dritte Saison für die Cottbuser. Der Angreifer habe ganz gut gespielt. Der Neunjährige hat ihn wohl auch ein wenig persönlich gern. „Von ihm habe ich ein Autogramm“, berichtet er. Letztendlich traut Malte der Wollitztruppe am Ende der Saison Platz vier zu.
Lob aus Herzberg für Energie Cottbus
Letztendlich findet sich am Rande des Festgeländes doch noch ein Experte für die Fußlümmel aus dem Spreetal. Tobias Rössner attestiert jenen einen überraschend guten Saisonstart. „Das ging schnell in die richtige Richtung“, sagt der Herzberger. Er sehe es positiv, dass die jungen Spieler eine Chance bekommen.
Generell bewertet er die dritte Liga als schwer. Es gelte vor allem, die Klasse zu halten. „Das ist leichter, als wieder in dritte Liga aufzusteigen“, sagt der einstige Jugendspieler des FCE. Der Rest sei schon egal. „Einen Mittelfeldplatz halte ich aber für realistisch.“ Zu guter Letzt freut er sich schon auf das Duell gegen die Brausestädter im DFB-Pokal: „Wir werden RB Leipzig besiegen – ich hab's im Urin!“
Meister müssen aufsteigen! – Initiative wächst auf 45 Vereine
Derzeit formiert sich eine Initiative unter dem Motto „Meister müssen aufsteigen“. Mittlerweile haben sich dazu 45 Vereine zusammengetan, wie das Portal Sportschau.de am Freitag (5.9.) berichtete – „Klubs aus den ersten fünf Spielklassen.“ „Neu dabei sind der TSV 1860 München, der VfL Osnabrück sowie der BFC Preussen“, heißt es dort. Initiiert wurde die Kampagne am 12. Februar vom Chemnitzer FC. Zu den Unterstützern gehört auch der FC Energie Cottbus. Mit dem 1. FC Union Berlin ist sogar ein Bundesligist vertreten.
Damit soll eine gerechtere Aufstiegsregel aus den fünf Regionalligen in die Dritte Liga erreicht werden – fünf Aufstiegsaspiranten der vierten Ligen stehen bisher nur vier Plätze in der untersten Profiliga zur Verfügung. Derzeit sind die Meister aus den Regionalligen West und Südwest als Aufsteiger gesetzt. Bayern, Nord und Nordost wechseln sich jährlich mit einem gesetzten Aufsteiger ab. Die zwei übrigen müssen den Aufstieg untereinander ausspielen.

