Bundeswehr in Holzdorf
: Land stellt 100 Millionen Euro für Ausbau am Militärflughafen bereit

Holzdorf soll vom Stützpunkt der Bundeswehr profitieren. Nun hat das Land Brandenburg 100 Millionen Euro zugesagt. Dafür kann es verwendet werden.
Von
dpa, bb
Schönewalde/Holzdorf
Jetzt in der App anhören

Kampfjets am Fliegerhorst in Holzdorf: Der Militärflughafen soll zu einem der wichtigsten Luftstützpunkte der Bundeswehr ausgebaut werden. Das Land Brandenburg gibt Geld zur Förderung der Infrastruktur frei. (Archivfoto)

Sven Gückel

Das Land Brandenburg will den Ausbau der Infrastruktur am Fliegerhorst Holzdorf mit Millionen Euro fördern. „Deshalb stellen wir 100 Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln bereit“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke laut einer Mitteilung am Freitag (1. Dezember).

Mit dem Geld könnten unter anderem Kitas, Horte und Schulen gefördert werden. „Von den Investitionen der Bundeswehr wird die gesamte Region profitieren.“ Am Freitag nahm laut Staatskanzlei eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf, um die Anbindung an den Stützpunkt zu verbessern und gute Bedingungen für das Wohnen in der Region zu schaffen.

Holzdorf wird zu einem der wichtigsten Stützpunkte der Bundeswehr

Der Militärflughafen Holzdorf auf der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen–Anhalt soll zu einem der wichtigsten Luftstützpunkte der Bundeswehr ausgebaut werden. Die Bundesregierung will unter anderem das Luftverteidigungssystem Arrow 3 aus Israel beschaffen, um anfliegende Raketen in großer Höhe unschädlich machen zu können. Zudem soll Holzdorf der Standort für 47 von 60 der neuen schweren Transporthubschrauber der Bundeswehr werden. Aktuell arbeiten etwa 1800 Menschen auf dem Militärgelände. Die geplanten Investitionen liegen bei bis zu 700 Millionen Euro. Zudem sollen weitere 700 militärische und zivile Beschäftigte zukünftig am Standort tätig sein.

Woidke (SPD) betonte zuletzt, wie wichtig die Investitionen seien. „Seit eineinhalb Jahren tobt ein furchtbarer Krieg in Europa, seit einigen Tagen steht Israel unter Beschuss“, sagte Woidke vor Wochen. „Die Neuausrichtung der Bundeswehr ist daher überfällig.“