„Stadtmacher“ nennen sie sich, die Mitglieder des ersten Bürgerrates in Herzberg. Sie werden sich vorrangig mit dem Rad- und Fußwegenetz im Stadtgebiet beschäftigen. Das besondere an Bürgerräten ist, dass die Teilnehmer zufällig aus der Bevölkerung ausgelost werden.
200 Frauen und Männer hat die Stadt angeschrieben und gefragt, ob sie im Bürgerrat mitmachen würden. „13 haben sich direkt zurückgemeldet und ihre Bereitschaft erklärt. Zwei weitere Herzberger konnten wir bei unserer persönlichen Nachfrage noch dafür gewinnen“, sagt Herzbergs Hauptamtsleiterin Stephanie Kuntze.
Das Alter der Stadtmacherinnen und Stadtmacher bewegt sich zwischen Ende 20 und über 70. „Die Struktur ist bunt gemischt. Leider sind aber nur zwei Vertreter aus den Ortsteilen dabei“, so Stephanie Kuntze.

Herzberg

Bürgerräte arbeiten immer themenbezogen. Es muss also niemand die Befürchtung haben, jahrelang in dem Gremium verharren zu müssen. Der erste Bürgerrat in Herzberg wird sich im Rahmen der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ mit der zukunftsfähigen Mobilität in Herzberg auseinandersetzen und eine Empfehlung für ein sicheres und attraktives Fuß- und Radwegenetz erarbeiten, die die Stadtverwaltung mit Hilfe von Förderprogrammen gezielt umsetzen soll.

Leute, die Lust dazu haben

„Dazu braucht es unbedingt die Ideen von Leuten, die Lust dazu haben, die neugierig sind und die eine klimabewusste Stadt fördern möchten. Niemand kennt die Bedürfnisse und Wünsche in der Stadt so gut wie unsere Stadtmacher“, sagt Stephanie Kuntze. Das erste Mal kommt der Bürgerrat am 28. Mai in der Villa im Botanischen Garten zusammen.