Veranstaltungen 2024 in Guben
: Bestseller-Autoren kommen nach Guben – das ist der Grund

Guben will mit einer besonderen Veranstaltung für überregionale Aufmerksamkeit sorgen. Die Organisatoren setzen bei dem Lesefest auf besonders namhafte Autoren.
Von
Jan Siegel
Guben
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Fotomontage Guben Stadtwächter Andreas Peter Buch-Covern

Der Verleger Andreas Peter – hier im Einsatz als Stadtwächter – gehört zu den Organisatoren des „KulturLesefestes“ in Guben.

Thomas Engelhardt, Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG, Aufbau Verlage GmbH & Co. KG, Montage: Sebastian Lehmann

Die Neißestadt Guben soll noch in diesem Jahr zu einem Mekka für Literaturfans und Leseratten werden. In der deutsch-polnischen Grenzstadt wird dazu gerade die erste Auflage eines dreitägigen Literaturfestes vorbereitet. Veranstaltet wird das Fest in und um die Alte Färberei, die benachbarte Stadtbibliothek und die städtische Musikschule im Herzen der Gubener Altstadt.

Die Organisation des „KulturLesefestes 2024“ liegt in den Händen des Vereins Friedensgrenze, der Gubener Stadtbibliothek, in Zusammenarbeit mit dem Verleger des Niederlausitzer Verlages, Andreas Peter. Und genau der hat sich vorgenommen, das erste Fest dieser Art in Guben zu einem Großereignis werden zu lassen, das für viel Aufmerksamkeit sorgt.

Kulturlesefest in Guben im Oktober 2024

Das Gubener „KulturLesefest“ nämlich soll Bücherfans und interessierte Leseratten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Polen vom 25. bis 27. Oktober 2024 in die Stadt an der Neiße ziehen.

Eingeladen nach Guben sind auch bereits zahlreiche andere Verlage. Geplant sind bei dem dreitägigen Fest nicht nur Lesungen und Gespräche mit bekannten Autoren, sondern Begegnungen mit Vertretern anderer Kunstgattungen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass zu unserer dreitägigen Premiere im Herbst mehr als 1000 Besucher kommen werden“, sagt Verleger und Mitorganisator Andreas Peter.

Bestsellerautorin Sabine Ebert – historische Themen

Die Chancen, dass Peters Plan aufgeht, stehen gut. Der Gubener selbst, der mit regelmäßigen Führungen auch als Gubener Stadtwächter im Einsatz ist, konzentriert hat sich mit dem Niederlausitzer Verlag erfolgreich vor allem auf Publikationen rund um die Geschichte der Niederlausitz. Er verlegt außergewöhnliche Bücher und zum Teil sehr rare historische Landkarten und Stadtpläne.

Um im Oktober ein möglichst großes Publikum zum „KulturLesefest“ zu ziehen, hat Andreas Peter Bestseller-Autoren eingeladen. Nach Guben kommen will dann beispielsweise Sabine Ebert. Die Autorin aus Sachsen hatte mit ihrem inzwischen verfilmten Romandebüt „Das Geheimnis der Hebamme“ den Auftakt geliefert zu einer fünfbändigen Saga. Eberts Bücher stehen regelmäßig auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Allein die Bände der Hebammen-Reihe wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von mehr als 2,5 Millionen.

Daher kommt Geld für das „KulturLesefest“ in Guben

Unterstützt wird das „KulturLesefest“ in Guben aus Mitteln des Teilhabefonds der Kohlegeld-Kasse zur Strukturstärkung in der Lausitz. Der Teilhabefonds ist mit insgesamt einer Million Euro ausgestattet. Kreative, innovative Projekte und Existenzgründer konnten sich in unterschiedlichen Kategorien dabei um finanzielle Unterstützung bewerben.

Eine Jury aus 15 Akteuren, darunter Vertreter der Landkreise, der kreisfreien Stadt Cottbus und der Kammern, hat über die Vergabe entschieden.

Schwanenservice – Pracht aus Meißen für Lausitzer Grafen

Beim „KulturLesefest“ in Guben begegnen können Leser dann auch Christine von Brühl. Die Nachfahrin des Politikers Heinrich Graf von Brühl (Brühlsche Terrasse in Dresden) – der in einer Gruft der Stadtkirche von Forst (Lausitz) bestattet ist – hat mit dem Buch „Schwäne in Weiß und Gold“ nicht nur im Freistaat Sachsen und der Lausitz für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Von Brühl begibt sich in ihrem Buch auf die Suche nach den Spuren ihrer Familie in der Lausitz und dem Freistaat.  Von Brühls Familiengeschichte ist dabei aufs Engste verbunden, mit einem berühmten Tafelservice – dem Schwanenservice. Es stammt aus der Manufaktur in Meißen und war das erste Porzellan von derart gestalterischer Pracht. Ein Großteil der ursprünglich 3000 wertvollen Teile des Services ging verloren. Nur wenige hundert Teile konnten gerettet werden.