Die Stadt Guben wird Verhandlungen mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg aufnehmen, deren Ziel eine Kooperationsvereinbarung sein soll. Der entsprechende Beschlussvorschlag wurde von den Stadtverordneten mehrheitlich bestätigt. Lediglich die Mitglieder der AfD-Fraktion enthielten sich der Stimme.
Die Fraktion hatte einen weitergehenden Vorschlag eingereicht, der aber ablehnt wurde. Danach sollte die Kooperation neben der BTU auch mit der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) angestrebt werden. Fraktionsvorsitzender Daniel Münschke sagte, die Frankfurter Bildungseinrichtung stelle in puncto der Fakultäten eine gute Ergänzung zur BTU dar. Zudem könne auf diese Weise in Guben bis zum Jahr 2022 oder 2023 ein Innovationszentrum etabliert werden.

Kooperation mit BTU: Guben ist offen für weitere Universitäten

Thomas Laugks von der Fraktion CDU/FDP, die den Vorschlag eingereicht hatte, argumentierte, das ein Aspekt auch der anstehende Strukturwandel in der Lausitz sei und Frankfurt (Oder) nicht zum Gebiet gehöre, in dem sich dieser Wandel vollziehen werde. Denkbar sei aber, eine gesonderte Vereinbarung mit der Viadrina abzuschließen.
Auch Bürgermeister Fred Mahro (CDU) schloss sich dieser Meinung an: Die BTU spiele in den Überlegungen der Politik bezüglich des Strukturwandels eine führende Rolle. Die angestrebte Kooperationsvereinbarung ändere nichts daran, dass die Neißestadt auch mit anderen Hochschulen und Universitäten zusammenarbeite.