Entlastungsprämie
: Wann gibt es die 1.000 Euro Krisenbonus?

Die Bundesregierung plant eine neue Entlastung für Beschäftigte: eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Geld: ARCHIV - 15.09.2025, Sachsen, Leipzig: Geldscheine liegen auf einem Tisch. (zu dpa: «Warum tausende Euro verstreut auf einer Bundesstraße liegen») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Entlastungsprämie ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers.

Hendrik Schmidt/dpa

Einen konkreten Termin nannte die Bundesregierung nicht. Finanzminister Lars Klingbeil erklärte jedoch, dass die Regelung für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Erst nach Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, die Prämie an ihre Beschäftigten auszuzahlen.

Damit unterscheidet sich der Krisenbonus deutlich von kurzfristigen Maßnahmen wie der geplanten Senkung der Energiesteuer auf Sprit, die möglichst schnell greifen soll.

Kein automatischer Anspruch

Wichtig ist auch: Die 1.000 Euro werden nicht automatisch vom Staat ausgezahlt. Stattdessen soll lediglich der rechtliche Rahmen geschaffen werden, damit Arbeitgeber ihren Beschäftigten eine solche Prämie zahlen können.

Die Zahlung wäre:

  • steuerfrei
  • sozialversicherungsfrei
  • freiwillig

Ob und wann das Geld tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt, hängt somit von den Unternehmen ab.

Gesetzliche Details noch offen

Wie genau die Regelung ausgestaltet wird, ist bislang unklar. Die Bundesregierung will die Details in den kommenden Wochen erarbeiten. Erst danach kann ein Gesetzentwurf beschlossen und umgesetzt werden.

Das bedeutet: Selbst wenn die Maßnahme politisch beschlossen ist, braucht es noch Zeit, bis sie rechtlich gilt.

Teil eines größeren Entlastungspakets

Die geplante Entlastungsprämie ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets. Damit reagiert die Bundesregierung auf steigende Energiepreise und wirtschaftliche Belastungen infolge internationaler Krisen.

Neben dem Krisenbonus wurde unter anderem auch eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel angekündigt. Die Spritpreise sollen so um 17 Cent pro Liter sinken.

Finanzierung über höhere Tabaksteuer

Zur Gegenfinanzierung soll die Tabaksteuer bereits 2026 erhöht werden. Wie stark die Steuer steigen wird, ließ die Bundesregierung allerdings offen.