Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen jetzt auch die Region Kankada in Nepal, wo das Gubener Hilfsprojekt „Lischa Himalaya“ seit Jahren in den entlegenen Vorbergen des Himalaya aktiv ist.

Grund sind die strikten Ausgangsregeln, die in dem Land herrschen. Darüber berichten Daniela Jährig und Steffen Schöley in einer aktuellen Videobotschaft. Beide wollen die Corona-Zeit im Land verbringen und weiter in Kankada im Süden des Landes den Ärmsten helfen.

Die Bewohner der Region befinden sich gerade in einer ohnehin schwierigen Zeit, sagt Daniela Jährig in ihrer Nachricht. Grund dafür ist, dass die Ernte vom Vorjahr mittlerweile aufgebraucht sei. Bis die neue Ernte aber soweit sei, dauere es noch etwas. In der Regel, so Daniela Jährig, würden die Menschen in dieser Zeit Lebensmittel zukaufen. Das aber sei derzeit kaum möglich – das Geld fehlt.

Totaler Lockdown in Nepal trifft Gubener Hilfsprojekt

Anders als in Deutschland etwa, fährt Nepal einen rigorosen Weg, um das Virus einzudämmen. Grund dafür ist das deutlich schlechtere Gesundheitssystem, das einen Ansturm von Kranken nicht aushalten würde, sagt Steffen Schöley. Rund um das Neujahrsfest in dem asiatischen Land, das am Ostermontag das Jahr 2077 eingeläutet hat, geht so gut wie nichts mehr.

Für die Menschen in Kankada bedeutet das, dass Schneiderinnen, die vom Lischa-Verein unterstützt werden, nichts mehr verkaufen können, dass Tomaten, die in den projektunterstützten Gewächshäusern wachsen und eigentlich auf dem Markt verkauft werden, keine Abnehmer mehr finden.

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Außerdem sind auch in Nepal die Schulen zu. Zugang zu Bildung ist eins der größten Projekte von Lischa Himalaya, dazu gehört auch eine tägliche Schulspeisung, die mit Spendengeldern für die Kinder der Region organisiert wird. Die Speisung fällt in der schulfreien Zeit aus, die finanzielle Belastung für die Familien wird damit noch größer. So beschreiben Steffen Schöley und Daniela Jährig die prekäre Lage in den Vorbergen des Himalaya.

Ein Drittel der Menschen in der Gubener Projektregion ist in Not

Weit über 500 Familien hätten bereits ihre Not bei dem Verein gemeldet. Das sind rund ein Drittel derer, die in der Lischa-Projektregion leben. Daraufhin hat Lischa Himalaya eine neue Hilfsaktion ins Leben gerufen. Hilfspakete sollen den Familien über die Corona-Zeit helfen, darin enthalten sind 31 Kilogramm Lebensmittel und Hygieneartikel. 30 Euro kostet ein solches „Überlebenspaket“, das in Kankada eine drohende Hungersnot verhindern helfen soll.

Spendenkonto:

LiScha Himalaya e.V.

Sparkasse Spree-Neiße, IBAN: DE11 1805 0000 0190 009071, BIC: WELADED1CBN

oder

GLS Gemeinschaftsbank, IBAN: DE32 4306 0967 4092 2085 00, BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: Corona Nothilfe

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