Nach der Entdeckung des deutschlandweit ersten Falles von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Brandenburg vergangene Woche ist bislang kein weiterer positiver Fund aufgetaucht. Beim Landesamt habe die Untersuchung eingesandter Proben bislang nichts erbracht, sagte Gabriel Hesse, Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums, am Montag auf Anfrage. Nach Wildschweinkadavern werde weiter gesucht. Nach wie vor laufe auch die Anfrage zum Einsatz einer speziellen Hundestaffel aus Schleswig-Holstein. Sie solle die Suche nach Schwarzwild unterstützen, hieß es. Die Hunde könnten verendete Wildschweine aufspüren.
Das infizierte tote Wildschwein war Mitte vergangener Woche auf einem abgeernteten Maisfeld sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Spree-Neiße entfernt entdeckt worden.
Die Kernzone erfasst einen Umkreis von drei Kilometern um den Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert und mit Betretungs- und Ernteverboten belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das gefährdete Gebiet. In diesem sind der Transport von Schweinen und Freilandhaltung untersagt. Grünfutter und Einstreu aus der Zone dürfen nicht verwendet werden. Dem folgt der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern. Von hier dürfen Schweine nur national transportiert werden.
Die Kernzone erfasst einen Umkreis von drei Kilometern um den Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert und mit Betretungs- und Ernteverboten belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das gefährdete Gebiet. In diesem sind der Transport von Schweinen und Freilandhaltung untersagt. Grünfutter und Einstreu aus der Zone dürfen nicht verwendet werden. Dem folgt der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern. Von hier dürfen Schweine nur national transportiert werden.
© Foto: Schubert

Afrikanische Schweinepest: Allgemeinverfügung veröffentlicht

Am Montag wurde auch die Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Spree-Neiße veröffentlicht. In ihr wird das gefährdete Gebiet festgelegt und Maßnahmen festgelegt, die die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern sollen. So gilt beispielsweise für eine drei Kilometer große Kernzone um den Fundort des Kadavers ein absolutes Betretungsverbot von Wald und offenen Landschaftsflächen. Die Allgemeinverfügung regelt auch den Umgang mit Gras, Heu und Stroh aus der Region und enthält Anweisungen für die Schweinezucht in dem betroffenen Gebiet. Die amtliche Bekanntmachung der Allgemeinverfügung ist für Dienstag, 15. September, geplant. Sie tritt demnach am Tag nach der Bekanntgabe in Kraft.
Dem Landesbauernverband Brandenburg (LBV) gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. In einer Forderung von Montag heißt es: „Was wir jetzt brauchen, ist eine feste Zaunanlage sowohl um die Kernzone herum als auch an der deutsch-polnischen Grenze. Wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass sich die ASP weiter ausbreitet. Die Kernzone muss deshalb komplett abgeriegelt werden. Wenn wir jetzt nicht konsequent handeln, laufen wir später der Entwicklung hinterher. Das muss unbedingt vermieden werden.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Schweinepest – Auch Japan erteilt Exportverbot für Schweinefleisch aus Deutschland

Unterdessen hat wegen der Schweinepest in Deutschland nach China und Südkorea nun auch Japan deutsche Schweinefleisch-Einfuhren verboten. Das teilte das Agrarministerium am Montag in Berlin mit. Mit den Regierungen dieser Länder sei man weiterhin im Gespräch, um Regionalisierungs-Vereinbarungen zu erreichen. Dies zielt darauf, Einfuhrstopps wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschränken – und nicht für ganz Deutschland einzuführen. So ist es auch in der EU geregelt, in die rund 70 Prozent der Schweinefleisch-Exporte gehen. Generell kommt seit Bekanntwerden des ersten Schweinepest-Falles in Brandenburg Ende vergangenen Woche auch bereits ein „faktischer Exportstopp“ für die meisten Zielländer außerhalb der EU zum Tragen. Hintergrund ist, dass in Ausfuhrzertifikaten nun nicht mehr angegeben könne, dass Deutschland „Schweinepest-frei“ ist, wie das Ministerium erläuterte.
Alle Infos zum Thema Afrikanische Schweinepest gibt es laufend aktualisiert hier.