Wie sollte das Forster Stadtzentrum langfristig entwickelt werden? Dazu lud die SPD-Fraktion zu einem Stadtrundgang, um die Konzepte vor Ort zu besprechen.

Stadt braucht attraktive Mitte

„Die Stadt braucht vor allem eine attraktive Mitte, bei der man erkennt – hier ist das Zentrum“, sagt Fraktionsvorsitzender Hermann Kostrewa. „Dafür muss der Berliner Platz als zentrales Bindeglied zwischen Cottbuser Straße und Berliner Straße aufgewertet werden.“

Bei der Begehung kam zur Sprache, dass dafür auch ein zusätzlicher Fußgängerüberweg zwischen der Ampelkreuzung und dem Max-Seydewitz-Platz etwa auf Höhe der Poststelle im Reformhaus nötig wäre, für die es auch schon planerische Vorbereitungen gibt.

„Jetzt können beispielsweise die Leute, die hier parken und zur Post wollen, gar nicht die Straßenseite wechseln, weil vor dem Gehweg eine hohe Mauer ist“, erklärt Frank Heiber, der als sachkundiger Bürger im Planungsausschuss sitzt. Die langen Umwege für Fußgänger nehmen dem Bereich viel von seiner Attraktivität. Angebracht wäre auch ein weiterer Fußgängerüberweg auf Höhe des Rewe-Marktes.

Ein Konzept mit großer Wirkung

Die Neugestaltung des Berliner Platzes sollte in einem Gesamtkonzept gesehen werden, dass den gesamten Bereich vom Bahnhof bis zu einer künftigen Neißebrücke umfasst.

„Der Bahnhof bildet über den ÖPNV den zentralen Eingangbereich der Stadt. Wir begrüßen, dass die Sanierung der Bahnhofstraße im Haushaltsplan steht. Aber notwendig ist auch die Gestaltung des direkten Bahnhofsumfeldes und der Sorauer Straße, wo mit dem sanierten Textilmuseum ein neuer Anziehungspunkt für Forst entsteht“, so Kostrewa. Vom Bahnhofsbereich über den Berliner Platz und die Grüne Mitte mit ihrer Fontäne bis zur einer neuen Brücke über die Neiße könnte so ein einladende Achse durch die Stadt geschaffen werden.

40 000 Euro im Haushalt eingeplant

Wichtig sei jetzt, auch im Rahmen der Haushaltsdiskussion für 2020, dass vorliegende Konzepte wie die Grünen Mitte nun zügig in Angriff genommen werden. Dazu zählt ebenfalls, das Projekt der innerstädtischen Neißebrücke zu konkretisieren. „Es ist gut, dass im Haushalt 2020/21 insgesamt 40 000 Euro für eine Standortuntersuchung eingeplant sind. Das Brückenprojekt wäre mit Fördermitteln so in drei bis fünf Jahren zu schaffen“, meint Kostrewa.