Nick Frischke in Südafrika vermisst
: Tatverdächtiger legt Geständnis ab

Es fehlt weiter jede Spur von dem aus Döbern (Spree-Neiße) stammenden Nick Frischke. Vier Südafrikaner stehen unter Verdacht, ihn gewaltsam ausgeraubt zu haben.
Von
dpa
Kapstadt
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Nick Frischke aus Döbern (Spree-Neiße) gilt seit dem Februar 2023 als vermisst. Nun gibt es in Südafrika ein Geständnis von einem der vier Tatverdächtigen. (Archivbild)

Privat/dpa
  • Deutscher Urlauber Nick Frischke gilt seit dem 15. Februar 2023 in Kapstadt als vermisst.
  • Polizei präsentiert Video: Ein Angeklagter gesteht den Raub auf einem Bergpfad in Hout Bay.
  • Vier Verdächtige angeklagt, plädieren auf nicht schuldig – sie sitzen in Untersuchungshaft.
  • Bei ihnen wurden Rucksack, Handy und Kreditkarte Frischkes gefunden.
  • Mordanklage scheiterte bisher an Beweisen – Verfahren soll am Freitag fortgesetzt werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Verfahren um den im südafrikanischen Kapstadt verschwundenen deutschen Urlauber Nick Frischke hat die Polizei das Geständnis eines Tatverdächtigen vorgestellt, in dem dieser zugibt, den jungen Mann beraubt zu haben. Im Gerichtssaal des Amtsgerichts Wynberg wurde eine Videoaufnahme des Geständnisses vorgespielt. Darin gesteht einer der vier Angeklagten, Frischke zusammen mit seinen Freunden auf einem Bergpfad im Kapstädter Vorort überfallen zu haben. Zuvor hätte die Gruppe demnach Drogen geraucht.

Der aus Döbern in der Nähe von Cottbus stammende Mann gilt seit dem 15. Februar 2023 als vermisst. Vier Tatverdächtige sind angeklagt, den damals 22-Jährigen gewaltsam ausgeraubt zu haben. In ihrem Besitz sind nach Aussagen der Polizei Frischkes Rucksack, Handy und Kreditkarte gefunden worden. Das Verfahren soll am Freitag fortgesetzt werden.

Kapstadt: Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Die vier Südafrikaner haben auf „nicht schuldig“ plädiert und befinden sich seit ihrer Festnahme vor etwa drei Jahren in Untersuchungshaft. Die Anklage gegen einen fünften Verdächtigen wurde aufgrund mangelnder Beweislage fallen gelassen.

Im Januar hatte der Chefermittler der Polizei, Dudley Truter, ausgesagt, einer der Tatverdächtigen habe einen der mutmaßlichen Mittäter in einer eidesstattlichen Erklärung beschuldigt, Frischke in den Rücken gestochen zu haben. Der Tourist habe aufgrund der Verletzung nicht mehr richtig laufen können, sagte Truter mit Verweis auf die Erklärung. Versuche der Nationalen Strafverfolgungsbehörde NPA, ausreichende Beweise für eine Mordanklage zu sammeln, blieben bislang erfolglos.

Frischkes letztes Lebenszeichen ist ein von einer Sicherheitskamera aufgenommenes Foto, das den Brandenburger in Sportkleidung auf dem Weg zu einem Wanderpfad am Fuße des Karbonkelbergs in Hout Bay zeigt.

Beliebtes Urlaubsziel mit hoher Kriminalität

Das 63-Millionen-Einwohner-Land am Südzipfel Afrikas ist weltweit für seine Safaris, atemberaubende Natur, weite Strände, kulturelle Vielfalt und Outdoor-Aktivitäten bekannt. Das Land gehört zu den beliebtesten Touristenzielen Afrikas, kämpft aber mit einer hohen Kriminalitätsrate. Allein in den drei Monaten von Januar bis März sind Regierungsangaben zufolge knapp 5.200 Menschen ermordet worden.