Landratswahl SPN 2026
: Darum unterstützt die Linke Heiko Jahn (SPD)

Zur Landratswahl 2026 in Spree-Neiße hat die Linke keinen Kandidaten nominiert. Sie unterstützt den SPD-Bewerber. Ihr Appell: Heiko Jahn zum Landrat wählen.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Heiko Jahn, Geschäftsführer Wirtschaftsregion Lausitz

Heiko Jahn will neuer Landrat in Spree-Neiße werden. Der 59-Jährige tritt für die SPD an. Er wird von der Linken in der Lausitz unterstützt.

Michael Helbig
  • Linke nominiert keinen Kandidaten und unterstützt Heiko Jahn (SPD).
  • Appell der Linken: Heiko Jahn zum Landrat in Spree‑Neiße wählen.
  • Linke betont soziale Infrastruktur: Schülerverkehr, Kreisbibliothek erhalten.
  • Gemeinsame Linie: gegen Privatisierung, pro gemeinwohlorientierte Dienste.
  • Wahl am 8. März 2026, ggf. Stichwahl am 22. März 2026.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vier Bewerber um das höchste Amt im Landkreis Spree-Neiße treten am 8. März 2026 zur Landratswahl an. Sowohl CDU als auch SPD, AfD und Die PARTEI schicken einen Kandidaten ins Rennen. Die Linke hat niemanden nominiert. Sie erklärt inzwischen ihre Unterstützung für den SPD-Kandidaten Heiko Jahn. Das steckt dahinter.

Der Linke-Kreisverband Lausitz ruft die Wählerinnen und Wähler ausdrücklich dazu auf, Heiko Jahn ihre Stimme zu geben. „Heiko Jahn ist die beste Wahl für Spree-Neiße und die Menschen in unserer Region“, erklärt Christopher Neumann, Kreisvorsitzender der Linken in der Lausitz. „Gemeinsam mit unserer Kreistagsfraktion und Heiko Jahn wollen wir für die Menschen gemeinsame Ziele erreichen.“

Die Linke ist im aktuellen Kreistag von SPN mit drei Abgeordneten vertreten; darunter Elke Franke, die der Fraktion vorsitzt. Franke sagt, ein zentrales Anliegen der Linken im Landkreis sei die soziale Infrastruktur – vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien. „Der elternbeitragsfreie Schülerverkehr in Spree-Neiße, den insbesondere die Linke vor Jahren erkämpft hat, bleibt erhalten und wird nicht der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fallen. Gleiches gilt für das Angebot der Kreisbibliothek – auch hier wird es keine Kürzungen des Angebots geben“, betont Franke.

In zentralen grundsätzlichen Fragen sieht die Linke offenbar ebenso eine verlässliche inhaltliche Schnittmenge mit dem SPD-Landratskandidaten Jahn. „Wir sind uns mit Heiko Jahn einig, dass Gesundheit, Wohnen und Versorgung gemeinwohlorientiert den Menschen dienen müssen und eher in öffentliche Hand als in die Privatwirtschaft gehören“, sagt Yasmin Kirsten, Kreisvorsitzende der Linken Lausitz. Damit setze Jahn ein deutliches Signal gegen Privatisierungen und für gutes sowie bezahlbares Leben in der Lausitz.

Indes steht der Strukturwandel in der Lausitz auf Jahns Agenda als möglicher neuer Landrat in SPN ganz oben. Und so erklärt er, worauf es ihm dabei in den kommenden Jahren ankommt: „Der Strukturwandel muss ein Erfolg für die Menschen in unserer Region werden. Aus den Fördermitteln für die Lausitz sollen gut bezahlte und nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Dafür müssen insbesondere Cottbus und der Spree-Neiße-Kreis eng zusammenarbeiten – ob bei gemeinsamer Wirtschaftsförderung, Ansiedlung oder Infrastrukturprojekten.“

Heiko Jahn (SPD) ist Chef der Wirtschaftsregion Lausitz

Mit der Unterstützung von Heiko Jahn verbinde man das Ziel, den Landkreis sozial gerecht, demokratisch und zukunftsfähig zu gestalten, heißt es in der offiziellen Unterstützungserklärung der Lausitzer Linken weiter. Gefragt sei ein Landrat, der Kooperation statt Konfrontation in den Mittelpunkt stellt, der in enger Abstimmung mit Kommunen, Initiativen und Zivilgesellschaft handelt und sich klar gegen rechte Spaltung stellt. Aus Sicht der Linken erfüllt Heiko Jahn diese Anforderungen offenbar am besten.

Jahn ist seit 2020 Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL). Zuvor war der 59-Jährige als Dezernent im Landkreis Dahme-Spreewald tätig und kümmerte sich in dieser Funktion um die Bereiche Wirtschaft, Finanzen, Sicherheit, Kreisentwicklung und europäische Kooperationen.

Diese Kandidaten treten für CDU, AfD und Die PARTEI an

Neben Jahn gehen drei weitere Kandidaten ins Rennen. Für die CDU tritt Martin Heusler an. Der 40-Jährige wird dabei von der FDP Spree-Neiße unterstützt. Der Kolkwitzer ist Stabsoffizier der Reserve und derzeit in einer Führungsposition beim Energiekonzern Leag in Cottbus tätig. Heusler ist seit 2024 CDU-Abgeordneter im Kreistag Spree-Neiße.

Die AfD hat Christine Beyer nominiert. Die 61-Jährige aus Forst kommt aus der Wirtschaft und arbeitet als Produktionsmanagerin. Auch sie ist Abgeordnete im Kreistag Spree-Neiße. Zugleich ist Beyer Stadtverordnete in Forst.

Landrat Harald Altekrüger (CDU) tritt nicht wieder an

Zu guter Letzt tritt auch Robert Hanschke von der Satirepartei Die PARTEI an. Der 40-Jährige stammt aus Jänschwalde und arbeitet in Cottbus als Gymnasiallehrer. Er hatte sich auch für die Brandenburger Kommunalwahl 2024 und die Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße aufstellen lassen – ein Mandat folgte daraus in beiden Fällen nicht.

Der amtierende Landrat Harald Altekrüger (CDU) wird zur Landratswahl 2026 nicht mehr antreten. Der inzwischen 70-Jährige ist seit 2010 im Amt – und will sich nun in den Ruhestand verabschieden.

Stichwahl könnte zwei Wochen später folgen

Am Sonntag, dem 8. März 2026, sind die Bürger in Spree-Neiße aufgerufen, ihren neuen Landrat zu bestimmen.

Im Falle einer Stichwahl, wenn keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erlangen kann, würde diese zwei Wochen später, am 22. März 2026, stattfinden.