Landratswahl in SPN 2026
: Das sind die Bewerber um das Amt

Der Landkreis Spree-Neiße braucht einen neuen Landrat. Der bisherige Amtsinhaber Harald Altekrüger (CDU) tritt 2026 zur Wahl nicht mehr an. Ein Überblick über die Bewerber.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Konstituierende Sitzung des Kreistages in Forst: 03.07.2024, Brandenburg, Forst: Harald Altekrüger (CDU), Landrat des Landkreises Spree-Neiße, kommt zur Konstituierenden Sitzung des Kreistages für den Landkreis Spree-Neiße. Die AfD kam bei den Kommunalwahlen am 09.06.2024 im Landkreis Spree-Neiße mit 38,2 Prozent auf ihr bestes Ergebnis in ganz Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Harald Altekrüger (CDU) tritt zur Landratswahl 2026 in Spree-Neiße nicht wieder an. Gewählt wird am 8. März.

Patrick Pleul/dpa
  • Landratswahl in Spree-Neiße 2026: Harald Altekrüger (CDU) tritt nicht mehr an.
  • Wahltermin: Hauptwahl am 8. März, Stichwahl bei Bedarf am 22. März.
  • CDU-Kandidat Martin Heusler, SPD-Kandidat Heiko Jahn, AfD-Kandidatin Christine Beyer stehen fest.
  • Bewerberliste umfasst aktuell vier Vorschläge, mehr Einreichungen bis 1. Januar 2026 möglich.
  • Kreiswahlausschuss entscheidet am 8. Januar über Zulassung der Kandidaten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Spree-Neiße wählt. Im Frühjahr 2026 stehen im Landkreis gleich vier wichtige politische Ämter zur Besetzung an. In Forst, Guben und Drebkau werden hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Zugleich steht die Landratswahl an.

Im Falle des Landrats steht schon mal fest: Der Posten wird definitiv an ein neues Gesicht vergeben. Der in Spree-Neiße amtierende Verwaltungschef Harald Altekrüger (CDU) – seit 2010 im Amt – wird nicht mehr antreten. Der inzwischen 70-Jährige hatte erst kürzlich nochmals betont, dass sein Engagement als Landrat im Mai 2026 enden wird.

Einige Wochen zuvor, am Sonntag, 8. März, sind die Bürger in Spree-Neiße aufgerufen, ihren neuen Landrat zu wählen. Sollte eine Stichwahl nötig werden, weil keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erlangen kann, so würde diese zwei Wochen später, am Sonntag, 22. März, stattfinden.

Bewerber für die Landratswahl im Kreis Spree-Neiße

Zur vorangegangenen Landratswahl im April 2018 war genau dies passiert: Keiner der vier Kandidaten hatte auf Anhieb das Rennen um den Chefposten in der Kreisverwaltung gemacht. Damals traten Altekrüger und der AfD-Kandidat Steffen Kubitzki zur Stichwahl an, aus der der CDU-Kandidat Altekrüger Anfang Mai 2018 schließlich mit knapp 61 Prozent der Stimmen als Sieger hervorging.

Zur anstehenden Landratswahl schickt die CDU nun den Kandidaten Martin Heusler (39) ins Rennen; unterstützt von der FDP Lausitz. Der Kolkwitzer ist Stabsoffizier der Reserve und derzeit beim Energiekonzern Leag tätig, bei dem er das Konferenzcenter Spreewald in Lübbenau leitet. Heusler ist außerdem der Initiator beziehungsweise Gründer von QLEE (Qualifizierungsverbund in der Lausitz für Erneuerbare Energien) – einem Projekt, das Unternehmen und Beschäftigten der sich wandelnden Braunkohleregion durch Qualifizierungsangebote wirtschaftliche Perspektiven in neuen Technologien bieten will.

Die AfD wiederum will mit ihrer Kandidatin Christine Beyer aus Forst den Sieg holen. Die 61-Jährige kommt aus der Wirtschaft und arbeitet als Produktionsmanagerin. Zudem ist sie Abgeordnete im Kreistag Spree-Neiße und Stadtverordnete in Forst.

Die SPD hat Heiko Jahn nominiert. Der 59-Jährige ist seit 2020 Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL). Zuvor war er als Dezernent im Landkreis Dahme-Spreewald tätig und kümmerte sich in dieser Funktion um die Bereiche Wirtschaft, Finanzen, Sicherheit, Kreisentwicklung und europäische Kooperationen. Sein Berufsleben hatte Jahn einst als Schweißer in den Braunkohlekraftwerken der Lausitz begonnen.

Inzwischen gibt es auch einen vierten Bewerber, über den derzeit öffentlich allerdings nichts bekannt ist. Kreiswahlleiterin Anja Sendsitzky jedenfalls berichtet von aktuell vier Wahlvorschlägen, die der Kreiswahlleitung zur Prüfung vorliegen. Weitere Wahlvorschläge könnten noch bis zum 1. Januar 2026 eingereicht werden, sagt sie. Mittags um 12 Uhr endet die Frist dafür. Der Kreiswahlausschuss werde dann am 8. Januar um 14.30 Uhr im kleinen Saal der Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) über die Zulassung und eventuelle Zurückweisung der Wahlvorschläge befinden.