Im Landkreis Spree-Neiße ist mit den 12 neuen Coronavirus-Infektionen der Sieben-Tages-Inzidenzwert auf 50,1 gestiegen. Die Neuinfektionen betreffen die Städte oder Gemeinden Forst (2), Neuhausen/Spree (1), Drebkau (1), Spremberg (4), Amt Peitz (1), Gemeinde Kolkwitz (2) und Burg (1). Insgesamt befinden sich laut Kreisverwaltung jetzt 400 Personen in Quarantäne.
Landrat Harald Altekrüger (CDU) hat sich am Mittwoch zum weiteren Vorgehen geäußert: „Während der Pandemie balancieren wir so gut es geht zwischen der größtmöglichen Freiheit und Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger“, erklärte er. Der Landkreis sei leider jetzt in einer Situation, die weitere Maßnahmen zum Schutz erforderlich mache. „Unser gemeinsames Ziel ist weiterhin, mit allen Kräften dafür zu sorgen, dass die Infektionsketten rückverfolgt und gestoppt werden können.“ Aufgabe sei es, dass sich so wenig Menschen wie möglich neu infizieren. Altekrüger gibt zudem zu bedenken: Sollte es nicht gelingen, innerhalb der kommenden zehn Tage die Infektionsrate wieder unter die 50er-Marke zu drücken, müssen weitere gezielte Regelungen festlegt werden.

Das sind die neuen Beschränkungen

Damit treten zu den bereits bestehenden Beschränkungen zusätzliche Maßnahmen in Kraft. Im öffentlichen Raum dürfen sich nur bis zu zehn Personen oder Angehörige des eigenen Haushalts aufhalten. Ausnahmen: Die Regelung gilt nicht für Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, zum Beispiel in Bereichen der Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kind-, Jugend- und Eingliederungshilfe oder im Rahmen einer nachbarschaftlichen Kinderbetreuung. Ausnahme bilden auch berufliche oder dienstliche Tätigkeiten, bei denen eine Zusammenkunft mehrerer Personen erforderlich ist.
Bei privaten Feierlichkeiten im privaten Wohnraum inklusive in Gärten, und Höfen gilt: maximal zehn zeitgleich Anwesende aus maximal zwei Haushalten sind erlaubt. In öffentlichen oder angemieteten Räumen dürfen nicht mehr als zehn Personen zeitgleich anwesend sein. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner müssen Veranstalterinnen und Veranstalter von privaten Feierlichkeiten diese mindestens drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Zu den privaten Feierlichkeiten und sonstigen Zusammenkünften zählen zum Beispiel Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Jubiläen, Beerdigungsfeiern und Taufen. Auch wenn ein Unternehmer sein Betriebsgelände für eine Veranstaltung mit Gästen nutzt, zählt das als private Feier.
Versammlungen und Veranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 150 zeitgleich anwesenden Gästen sind untersagt, in geschlossenen Räumen dürfen maximal 100 Gäste zeitgleich anwesend sein.
Für Kneipen, Restaurants und Gaststätten gilt ein Ausschankverbot für Alkohol von 23 Uhr bis 6 Uhr.

Maskenpflicht wird ausgeweitet

Folgende Menschen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen: In Gaststätten die Beschäftigten mit Gästekontakt sowie Gäste, soweit sie sich nicht auf ihrem festen Platz aufhalten; dies gilt auch bei geschlossenen Gesellschaften in Gaststätten oder sonstigen für Feierlichkeiten angemieteten Räumlichkeiten. In Büro- und Verwaltungsgebäuden die Beschäftigten sowie Besucherinnen und Besucher, sofern sie sich nicht auf einem festen Platz aufhalten und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Außerdem gilt die Maskenpflicht für die Nutzerinnen und Nutzer von Personenaufzügen.